Zeit Online hingegen sieht hinter Seehofers Äußerungen parteipolitisches Kalkül: "Da hat die Union monate-, wenn nicht jahrelang debattiert: Ist uns das konservative Profil abhanden gekommen? Wer ist schuld? Und was ist das überhaupt: Konservativismus? Eine Antwort wurde nicht gefunden. Vielleicht aber waren die zermürbenden und ergebnislosen Diskussionen auch unnötig. Vielleicht ist es einfacher als gedacht. Vielleicht fehlte der Union nicht ein ausgeklügelter Plan, wie das Konservative wiederzufinden sein, sondern schlicht ein rechtspopulistischer Sprücheklopfer. Den hat sie nun wieder. Horst Seehofer hat die Rolle bereitwillig übernommen."

12. Oktober 2010, 13:572010-10-12 13:57:38 © sueddeutsche.de/beitz/woja