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Brüssel:Das Tuch des Terrors

Der Prozess wegen des Anschlags auf das jüdische Museum beginnt. Vier Menschen starben 2014. Es soll die erste Tat des IS in Europa gewesen sein.

Von Karoline Meta Beisel, Brüssel

Die Brüsseler kennen ihren imposanten Justizpalast kaum ohne Zäune drum herum, normalerweise haben die jedoch mit Renovierungsarbeiten zu tun. Diesen Donnerstag hat die Polizei die Zäune hochgezogen: Unter enormem Sicherheitsaufwand hat am Vormittag der Prozess gegen Mehdi Nemmouche begonnen: Der heute 33-jährige Franzose soll am 24. Mai 2014 den Anschlag auf das jüdische Museum in Brüssel begangen haben. Nemmouche soll das Museum betreten und innerhalb von Sekunden drei Menschen erschossen haben: ein israelisches Touristenpaar und eine französische Ehrenamtliche. Ein belgischer Museumsangestellter erlag später seinen Verletzungen. Besondere Aufmerksamkeit erregt der Prozess aber vor allem wegen eines Gegenstandes, den Nemmouche den Ermittlern zufolge bei sich hatte, als er eine Woche später in Marseille festgenommen wurde: Ein Tuch mit dem Logo des "Islamischen Staates". Der Anschlag gilt als erste Tat der Terrororganisation auf europäischem Boden.

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