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UN-Bericht:Syrien kann keine Chemiewaffen mehr herstellen

Von "deutlichen Fortschritten" ist die Rede: Wie die Vereinten Nationen in einem Bericht mitteilen, sei es Syrien nicht mehr möglich, Chemiewaffen zu produzieren. Trotz dieses Erfolges gibt es auch Kritik an dem Land.

Syrien kann den Vereinten Nationen zufolge keine Chemiewaffen mehr herstellen. In einem Monatsbericht zur Zerstörung der Bestände hieß es, in den vergangenen Monaten seien deutliche Fortschritte erzielt worden. "Als Folge davon sind die Produktions-, Misch- und Abfüllanlagen der Arabischen Republik Syrien nicht mehr einsatzfähig." Die Regierung in Damaskus müsse jedoch ihre Anstrengungen verstärken.

Die syrische Führung hatte sich vergangenen September verpflichtet, ihre Chemiewaffen zerstören zu lassen, um einen drohenden US-Militäreinsatz abzuwenden. Washington hatte Damaskus zuvor für einen Giftgasangriff nahe der syrischen Hauptstadt verantwortlich gemacht. Experten der OPCW begannen Anfang Oktober damit, die in Syrien lagernden C-Waffen zu erfassen und zu versiegeln.

Nach einer von den USA und Russland erzielten Vereinbarung sollen die Waffen außer Landes gebracht und bis spätestens Mitte 2014 zerstört werden - insgesamt geht es um etwa 1290 Tonnen Kampfstoffe, darunter Sarin, Senfgas und das Nervengas VX. "Hunderte Tonnen" der gefährlichsten Stoffe werden direkt auf einem von der US-Marine bereitgestellten Spezialschiff zerstört. Auch Deutschland wird Reststoffe vernichten.

© süddeutsche.de/Reuters/webe/gal
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