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Belfast:Feuer und Zorn

Seit gut drei Wochen kommt Belfast nicht zur Ruhe. Nächtelang zogen Jugendliche mit Brandbomben, Steinen und Feuerwerkskörpern durch die Hauptstadt Nordirlands.

(Foto: Paul Faith/AFP)

Ausgerechnet an den "Friedensmauern" in Belfast bricht der nordirische Konflikt wieder auf, angestachelt vom Brexit, gelangweilten Jungen und dem Hass der Alten. Über eine Stadt in Angst.

Von Alexander Mühlauer, London

Jemand hat einen Sticker auf die Mauer geklebt, klein und grau: "Was für ein groteskes Leben", steht da. Auf der Friedensmauer. Ausgerechnet. Es ist ein strahlend blauer Morgen in West-Belfast. Vier Meter ist die Friedensmauer hoch, zehn Meter breit. Die zwei schweren Tore aus Metall sind seit sechs Uhr morgens geöffnet. Tagsüber können Autos hier problemlos durchfahren, erst gegen 22 Uhr werden die Tore wieder geschlossen. Nicht auszudenken, wenn sie offen blieben.

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