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Bagdad:Dutzende Tote bei Massaker in Wohngebäude

Unbekannte Bewaffnete sind in einen Wohnkomplex in der irakischen Hauptstadt Bagdad eingedrungen und haben mindestens 29 Menschen getötet - darunter vor allem Frauen.

  • Mindestens 29 Menschen sterben bei Massaker in Bagdad.
  • Wer für die Tat verantwortlich ist, ist bisher unklar.

Unter den Toten sind 20 Frauen

In der irakischen Hauptstadt Bagdad sind bei einem Massaker in einem Wohnkomplex nach Polizei- und Krankenhausangaben mindestens 29 Menschen getötet worden. Unter den Toten seien 20 Frauen, erklärte ein Polizeisprecher am Samstagabend. Bewaffnete hätten das Gebäude gestürmt, hieß es von Seiten des Innenministeriums.

Unbekannte Täter

Ein Polizist, der am Tatort in dem Bezirk Sajuna gewesen war, erklärte: "Als wir die Treppe hochgingen, sahen wir einige Frauenleichen, und das Blut lief die Stufen hinunter." Als die Beamten eine Wohnung betreten hätten, seien sie auf weitere Leichen gestoßen. Es blieb zunächst unklar, wer für die Tat verantwortlich war.

Seit dem Beginn der Offensive sunnitischer Extremisten am 9. Juni sind schiitische Milizen zunehmend in den Straßen von Bagdad präsent. In dem überwiegend von Schiiten bewohnten Stadtteil haben schiitische Milizen nach Angaben von Bewohnern zuletzt wiederholt Frauen getötet, die sie für Prostituierte hielten. Ob es sich bei dem Wohnhaus tatsächlich um ein Bordell handelte, ist bisher allerdings unklar.

© SZ.de/AFP/Reuters/ratz/jobr
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