Wirecard-Affäre:Widerspruch wird weggelacht

Wirecard-Affäre: Kanzlerin Merkel im Wirecard-Untersuchungsausschuss.

Kanzlerin Merkel im Wirecard-Untersuchungsausschuss.

(Foto: MICHAEL KAPPELER/AFP)

Vor dem Wirecard-Untersuchungsausschuss bestreitet Kanzlerin Angela Merkel Vorwürfe, den Finanzdienstleister begünstigt zu haben. Ihre Antworten fallen knapp und teilweise heiter aus. Nur bei einer Frage zu ihrem Ex-Minister Guttenberg reagiert sie verärgert.

Von Cerstin Gammelin, Berlin

Das erste Wort der Bundeskanzlerin ist "Nein". Da hat der AfD-Abgeordnete Kay Gottschalk, der turnusmäßig den Wirecard-Untersuchungsausschuss leitet, gefragt, ob er ihr erklären solle, wie das Mikrofon einzuschalten ist. Es wird sich zeigen, dass die Zeugin Angela Merkel an diesem Freitag im Bundestag damit den Ton setzt, der die stundenlange Befragung durchziehen wird. Nein, es gab bis zur Pleite des Zahlungsdienstleisters Wirecard keinen Anlass, von schwerwiegenden Unregelmäßigkeiten auszugehen, "und mir waren gar keine bekannt". Und, nein, sie habe keinen Anlass, ihr Vertrauen zu ihren Mitarbeitern infrage zu stellen.

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