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Angela Merkel in Auschwitz:Zur rechten Zeit

Auschwitz

"Eigentlich muss man verstummen", sagt Merkel in Auschwitz, "denn welche Worte könnten der Trauer gerecht werden?" Aber als Kanzlerin kann sie nicht schweigen. Man müsse die "Verbrechen klar benennen".

(Foto: Regina Schmeken)

Angela Merkel hat sich immer um das Verhältnis zu den Juden in Deutschland und der Welt bemüht. Auch in Auschwitz findet sie die richtigen Worte - und wird von ihren Gefühlen überwältigt.

Kann man in diesem Moment alles andere abschalten? Den Gedanken an Fotografen, Kameraleute und Beobachter, die hier nur wenig mehr als eine Armlänge entfernt sind? Die Sorge, jetzt nichts falsch zu machen, als Bundeskanzlerin vor den Augen der Welt? Das Tagesgeschäft, der Parteitag der SPD, russische Auftragsmorde, die Streiterei in der Nato. Und was geht dann vor im Kopf einer Politikerin an diesem Ort, wo so massenhaft, so hemmungslos gemordet wurde?

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