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Afghanistan:Isaf-Soldaten sterben bei zwei Angriffen

Bei Angriffen auf Soldaten der Isaf-Mission sind in Afghanistan sieben Menschen getötet worden. Fünf Soldaten starben, als eine Bombe am Straßenrand explodierte. Beim Angriff eines afghanischen Soldaten wurden zwei Isaf-Kräfte getötet.

Ein afghanischer Soldat hat nach offiziellen Angaben zwei Isaf-Soldaten erschossen. Der Soldat habe am Samstag im Westen Afghanistans seine Waffe gegen die Nato-Soldaten gerichtet, teilte die Isaf mit. Zur Nationalität der beiden Todesopfer machte sie wie üblich keine Angaben. In Farah sind insbesondere US-Soldaten stationiert.

Die Nato-geführten Truppen kämpfen gemeinsam mit der afghanischen Armee gegen islamistische Aufständische. Allerdings gibt es immer wieder Angriffe afghanischer Soldaten auf ausländische Truppen, was Misstrauen zwischen beiden Seiten schürt. Vergangenes Jahr waren mehr als 60 ausländische Soldaten bei sogenannten Insider-Angriffen ums Leben gekommen. Die Taliban hatten weitere derartige Angriffe angekündigt, als sie vor einer Woche ihre Frühjahrsoffensive starteten.

Soldaten sterben bei Bombenanschlag

Ebenfalls am Samstag waren nach Angaben afghanischer Behörden fünf US-Soldaten im Süden des Landes getötet worden. Ihr gepanzertes Fahrzeug sei am Samstag von einem am Straßenrand abgelegten Sprengsatz getroffen worden, sagte der Polizeichef der Provinz Kandahar.

Die Nato bestätigte den tödlichen Anschlag, wie üblich ohne Angaben zur Nationalität der Opfer zu machen. Vier Tage zuvor waren bei einem ähnlichen Anschlag in der Nachbarprovinz Helmand drei britische Soldaten getötet worden. Zunächst bekannte sich niemand zu dem Angriff, doch setzen die radikalislamischen Taliban regelmäßig derartige Sprengsätze im Kampf gegen die afghanischen Sicherheitskräfte und ihre ausländischen Verbündeten ein.

Die Taliban hatten am vergangenen Wochenende den Beginn ihrer Frühjahrsoffensive verkündet. Die internationalen Streitkräfte wollen die Verantwortung für die Sicherheit bis Ende 2014 vollständig an die afghanischen Sicherheitskräfte übergeben.