Mecklenburg-Vorpommern:"Das Tier war nach Einschätzung der Mitarbeiter nicht zu bändigen"

Die Polizei ermittelt derweil in verschiedene Richtungen. So solle geklärt werden, wie das Zebra entkommen konnte und wie es zu dem Unfall auf der Autobahn kam, sagte ein Sprecher. Aber es werde auch untersucht, wie es zu dem tödlichen Schuss kam. Daran würden sich die Kollegen im Laufe der nächsten Tage machen, sagte ein Polizeisprecher.

Die Feuerwehr konnte am Donnerstag nicht viel zu dem Vorfall sagen und verwies auf die laufenden Untersuchungen. Nach Angaben eines Sprechers handelte es sich bei dem Mann, der die Schüsse abgegeben hatte, um einen erfahrenen Kollegen. Der Rostocker Stadtsprecher Ulrich Kunze hatte direkt nach den Schüssen erklärt, der Einsatz eines Betäubungsgewehrs sei nicht möglich gewesen, da eine Gefährdung anderer nicht ausgeschlossen werden konnte. "Das Tier war nach Einschätzung der Mitarbeiter nicht zu bändigen." Aus einer Distanz von etwa 60 Metern sei nur der Schuss mit der scharfen Munition möglich gewesen. Anschließend sei noch ein Fangschuss abgegeben worden.

Wie es nun weitergeht mit seiner Show weiß Zirkusdompteur Madel nicht. Pumba war das Führungstier, das andere Zebra alleine könne die Show nicht absolvieren. Madel ist derzeit mit dem Aufbau für die Veranstaltung in Tessin beschäftigt, wo der Zirkus bis zum Sonntag gastiert. Der Auftritt am Donnerstagabend fand wie geplant statt. Man habe viel Zuspruch aus dem Publikum erfahren, sagte eine Mitarbeiterin des Zirkusses.

Die Tierschutzorganisation Peta forderte derweil ein Wildtierverbot in Zirkussen. Der Ausbruch der beiden Zebras sei ein weiterer Beleg dafür, dass Zirkusbetriebe solche Tiere weder sicher noch artgerecht unterbringen können. "Wildtiere haben nichts im Zirkus zu suchen und es wird Zeit, dass sie endlich bundesweit im Zirkus verboten werden", wird Biologin Yonne Würz in einer Peta-Mitteilung zitiert.

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