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Wombat in Duisburg:Hallo, ich bin die neue Nacktnase

Wombat Dusiburg

Der kleine Apari krabbelt aus dem Beutel seiner Mutter Tinsel.

(Foto: Zoo Duisburg)
  • Der Duisburger Zoo hat ungewöhnlichen Nachwuchs bekommen.
  • Nach 40 Jahren der Zuchtversuche gibt es nun wieder Nachwuchs bei den Wombats.
  • Das Beuteltier hat sogar schon einen Namen.

Fünf Monate lang war nur eine Wölbung am Beutel des Muttertiers namens Tinsel zu sehen, schließlich ein behaarter Fuß. Damit hatten die Pfleger des Duisburger Zoos Gewissheit: Es gibt Nachwuchs im Beuteltierhaus, nämlich bei den Nacktnasen-Wombats.

Für die Mitarbeiter des Zoos ist das eine regelrechte Sensation, denn seit 40 Jahren gab es kein Wombatjungtier mehr in Duisburg. Überhaupt sei die Zucht mit den Tieren, die ursprünglich aus Australien stammen, sehr schwierig. Das liegt daran, dass das Paarungsverhalten der Tiere bis heute noch nicht abschließend erforscht ist", sagte Zoodirektor Achim Winkler der Rheinischen Post. Einen Namen hat das kleine Beuteltier bereits. Es wurde Apari getauft, was in der Sprache der Aborigines "Vater" bedeutet.

Wombat Dusiburg

Vor 40 Jahren kam zum letzten Mal ein Wombat im Duisburger Zoo zur Welt.

(Foto: Zoo Duisburg)

Kleine Wombats kommen komplett nackt und nahezu blind auf die Welt. Im Beutel der Mutter wachsen sie dann einige Monate heran, bis sie später alleine ihre Umgebung sowie ihre Wohnhöhle unter der Erde erkunden. Im Alter von zwei Jahren sind die Tiere geschlechtsreif. Weil es im Zoo noch ein weiteres Weibchen außer Aparis Mutter gibt, hofft der Zoo auf eine erfolgreiche Fortsetzung der Zucht - mit einem Vater Apari. Noch ist es allerdings nicht so weit. Apari wiegt derzeit knapp 4,35 Kilo, ist so groß wie eine Faust und wird gerade von Muttermilch an feste Nahrung gewöhnt.

Bei all den positiven Nachrichten, hat die Geschichte auch eine traurige Komponente. Aparis Vater hat die Geburt nicht mehr erlebt, schreibt der Zoo in einer Mitteilung. Das Männchen namens Milton starb Anfang Dezember kurz nach der Zeugung des Jungtiers. Milton wurde 22 Jahre alt. Ein recht hohes Alter, denn in Freiheit werden die Tiere oft nur fünf Jahre alt, in Gefangenschaft können sie bis zu 30 Jahre alt werden.

© SZ.de/lkr/dd
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