Winter in Deutschland Reisekonzerne freuen sich

Der frostige Frühling mit festgefrorenen Böden verdirbt den Gärtnern in Niedersachsen und Bremen das Geschäft. Derzeit verkaufen sich Frühlingsblumen wie Stiefmütterchen, Primeln oder Gänseblümchen fast gar nicht, sagt der Geschäftsführer des Wirtschaftsverbandes Gartenbau, Axel Boese. Schätzungsweise ein gutes Viertel der Frühjahrsware sei bereits verdorben. Die Gartenbaubetriebe hoffen auf wärmere Tage nach Ostern.

Die Zahl der noch nicht verkauften Pflanzen gehe in die Millionen, so Reiner Bormann von der Gartenbauzentrale Papenburg, der mehr als 60 Gartenbaubetriebe in Nordwestniedersachsen angeschlossen sind. "Die Ware steht noch nicht in den Regalen, sie ist vom Handel noch gar nicht abgerufen worden." In den Betrieben werde daher allmählich der Platz knapp, weil bereits die Balkonpflanzen heranwüchsen. "Da wird auch Ware vernichtet werden müssen", sagt Bormann.

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Reisekonzerne verbuchen Umsatzplus

Nur wenige können sich über den langen Winter noch freuen: Die österliche Flucht der Deutschen vor den Minus-Temperaturen beschert Europas größtem Reisekonzern Tui eine Buchungswelle bei Fernreisen. "Ostern ist alles rappelvoll", sagte Tui-Sprecherin Anja Braun: "Wir haben in den letzten Wochen ordentliche Zuwächse gesehen und schieben es auch wirklich ein bisschen aufs Wetter." Angesichts der guten Buchungslage gebe es kaum noch Last-Minute-Angebote.

Der Trend zu Ostern zeichnet sich durch starke Zuwächse auf den Fernstrecken ab. Neben dem traditionellen deutschen Oster-Ziel Kanaren sind vor allem Urlaubsorte in Thailand, auf den Malediven oder in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Südafrika und nach den politischen Umwälzungen auch Ägypten wieder sehr beliebt.