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Vesuv:Irre aktiv

Beleuchtete Stadt zwischen dem Meer und den Vesuv, Pisa, Toskana, Italien, Illuminated city between sea and Mount Vesuvius

Wahnsinn? Nein: Italien. Abends sieht man besonders schön, wie die Häuser den Berg schon hinaufklettern. Der Küstenstreifen ist inzwischen fast so dicht besiedelt wie Tokio.

(Foto: picture alliance / Bildagentur-online)

Die Tomaten? Köstlich. Der Wein? Göttlich. Und überall am Berg wird gebaut. Ein Besuch am Gipfel der Sorglosigkeit.

Er ist Zauber und Zerstörung. Leben und Tod. Lui. Er. Wenn Luigi Franzese vom Berg spricht, der da vorne in den Himmel über Neapel wächst, still und friedlich, als wohnte in ihm nicht alle Macht der Hölle, dann muss schon ein bisschen Pathos her, dann nennt er ihn nur "Lui". Er. Als wäre der Vesuv eine Person, die macht und tut und denkt. Man muss sich das L natürlich groß geschrieben vorstellen, wie das göttliche "Lui". "Der Vulkan", sagt der Künstler aus San Giuseppe Vesuviano, "ist ein 'Signore' der Natur, ein Gentleman. Er sagt dir Bescheid, bevor er ausbricht. Er gibt dir Zeit zu fliehen, drei, vier Tage." Er schon. Ein Erdbeben dagegen komme wie ein Einbrecher. Es überrascht dich auch mal im Schlaf, hinterlistig, so wie vor einem Monat in Mittelitalien. Italien und seine launische Natur? Sie sind vereint in Verklärung und Verdammnis.

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