Verdacht auf Steuervergehen Staatsanwaltschaft lässt Bushidos Haus durchsuchen

Schon wieder Ärger für Bushido: Die Berliner Staatsanwaltschaft hat das Haus des Rappers und Bambi-Preisträgers durchsuchen lassen - wegen des Verdachts auf ein Steuervergehen. Laut einem Medienbericht sollen auch die Privat- und Geschäftsräume seines Geschäftspartners Arafat Abou-Chaker durchsucht worden sein.

Die Berliner Staatsanwaltschaft hat am Dienstag das Privathaus des Rap-Musikers Bushido, 34, in Wannsee durchsuchen lassen. Es gehe um den Verdacht einer Steuerstraftat, sagte der Sprecher der Ermittlungsbehörde, Martin Steltner, der Nachrichtenagentur dpa. Er bestätigte damit entsprechende Informationen des Rundfunks Berlin-Brandenburg.

Die Fahnder durchsuchten laut Steltner zudem eine Steuerberatungskanzlei sowie mehrere Privat- und Geschäftsadressen von Bushidos Management. Einzelheiten zu den Ermittlungen nannte die Staatsanwaltschaft nicht.

Rapper Bushido ist seit langem umstritten. In der Vergangenheit war er wegen frauen- und schwulenfeindlicher Texte kritisiert worden. 2011 hatte Bushido einen Bambi für gelungene Integration erhalten und damit eine Kontroverse ausgelöst.

Nach Informationen der Bild-Zeitung seien außerdem das Büro und die Privaträume von Arafat Abou-Chaker durchsucht worden, dem Bushido eine Generalvollmacht über seine Besitztümer ausgestellt hatte. Im April hatte der Stern in dieser Vollmacht einen Beleg dafür gesehen, dass der Rapper angeblich enge Kontakte zur Berliner Mafia pflege. Abou-Chaker gilt als tief verstrickt in kriminelle Machenschaften.