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USA:Hagel zerstört Flugzeug-Front

Hagel hat der Maschine der Delta Airlines schwer zugesetzt.

(Foto: AP)
  • Ein Gewitter mit heftigem Hagel hat einer Maschine der Delta Airlines schwer zugesetzt.
  • Das Flugzeug mit etwa 140 Menschen an Bord musste in Denver notlanden.
  • Für die Fluggesellschaft ist es der zweite Fall dieser Art innerhalb weniger Monate.

Schwere Unwetter über Colorado

Es sind Bilder, die kein Fluggast gerne sehen möchte: Ein Airbus der Delta-Airlines steht auf dem Rollfeld des Denver International Airport. Die Frontscheiben sind zersprungen, die Nase ist eingedrückt. Flughafenpersonal steht um die Maschine herum und starrt auf die zerstörte Front.

Eigentlich hätte der Airbus A320, der in Boston gestartet war, fünfeinhalb Stunden später in Salt Lake City ankommen sollen. Als die Piloten versuchten, über dem Bundesstaat Colorado zwischen zwei Gewittern hindurchzufliegen, gerieten sie jedoch in einen schweren Sturm. Zentimetergroße Hagelkörner prasselten auf die Maschine ein.

"Es gab Momente, da fühlte es sich an, als sacke die Luft unter uns weg. Wir konnten Blitze sehen, die wie Spinnweben über die Tragflächen zuckten", zitiert die Denver Post einen Passagier. Die Menschen an Bord hätten sich an den Händen gehalten, mehrere hätten geweint. Die Maschine wurde kräftig hin und her geworfen, verlor etwa vier Kilometer an Höhe.

Die Piloten drehten schließlich nach Süden ab, der Autopilot landete die Maschine sicher auf dem Flughafen von Denver. Dort sahen Crew und Passagiere dann das komplette Ausmaß der Zerstörung. Viele fotografierten die eingedrückte Flugzeugnase, stellten die Bilder ins Netz - und drückten den Piloten ihren Dank aus.

Die Denver Post zitiert eine Stewardess, die sagt, es sei der schlimmste Flug ihrer 30-jährigen Karriere gewesen. Die Flugaufsicht FAA wird den Fall nun untersuchen. Bereits im Juni war eine Maschine der Delta Airlines auf dem Weg von Detroit nach Seoul über China in einen schweren Hagelschauer geraten, nachdem chinesische Fluglotsen den Piloten keine Berechtigung gegeben hatten, ein Gewitter zu umfliegen. Auch bei diesem Flugzeug wurde die Nase eingedrückt.

© SZ.de/feko/infu/cat

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