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USA:Das sind die fünf Todesopfer

Victor Taylor supports Keaka Wallace who says she was a patrol partner of slain DART officer Brent Thompson, weeps as she leaves a makeshift memorial at Dallas Police Headquarters following the multiple police shooting in Dallas

Keaka Wallace trauert um ihren erschossenen Kollegen Brent Thompson.

(Foto: REUTERS)

Mittlerweile wurden die Namen der Polizisten veröffentlicht, die von dem Heckenschützen in Dallas erschossen wurden.

24 Stunden, nachdem ein einzelner Heckenschütze in Dallas gezielt auf weiße Polizisten schoss, haben die Behörden die Namen der fünf getöteten Menschen veröffentlicht. Bei dem Täter handelt es sich nach Angaben des Bürgermeisters um einen Einzeltäter. Er verletzte zudem sieben Menschen, zwei von Ihnen Zivilisten. (Was wir über Dallas wissen und was noch nicht, lesen Sie in diesem Text.)

Lorne Ahrens

Ahrens arbeitete seit 14 Jahren als Polizist in Dallas. "Er war einer der fröhlicheren, mit einem Grinsen im Gesicht", sagte einer seiner Kollegen der Zeitung Dallas Morning News. Ahrens kam aus Kalifornien nach Dallas. Dort hatte der 48-Jährige, der 1,95 Meter groß und 136 Kilogramm schwer war, semi-professionell Football gespielt.

Er arbeitete zuvor in einer Einheit, die Haftbefehle auslieferte, schreibt die Washington Post. Ein Job, bei dem es mitunter gefährlich werden konnte, je nach Empfänger.

Ahrens war verheiratet und Vater von zwei Kindern, einer zehnjährigen Tochter und eines acht Jahre alten Sohns. Er ging oft in Klassen an der Schule seiner Kinder, stets in Polizeiuniform. Seine Frau arbeitete als Kriminalbeamtin, ebenfalls in Dallas.

Nach seinem Tod Donnerstagnacht sagte seine Schwiegermutter Karen Buckingham ihren Enkelkindern, dass ihr Vater gestorben sei, als er "das getan hat, was er tun sollte: Er hat versucht, Menschen zu helfen."

Patrick Zamarripa

Wenn die Eltern von Zamarripa sich in der Vergangenheit Sorgen gemacht hatten, schrieben sie dem 32-jährigen eine Textnachricht und fragten, ob alles in Ordnung war. Der Poliziste bejahte die Frage und versprach, sich später zu melden. Auch er starb in Dallas.

Patrick Zamarripa is pictured in this undated family handout photo

Auch der 32-jährige Patrick Zamarripa wurde in Dallas getötet.

(Foto: REUTERS)

Nach dem Abschluss der Paschal High School meldete sich Zamarripa für den Dienst in der Navy, wo er zehn Jahre lang arbeitete. Dreimal war er im Irak. Er hatte eine Tochter und einen Stiefsohn.

Kollegen beschreiben ihn als sehr fokussiert. Ihm sei es stets darum gegangen, seiner Gemeinde zu dienen.

Michael Krol

Krol arbeitete seit dem Jahr 2007 in Dallas. Zuvor war er vier Jahre als Gefängniswärter angestellt gewesen. Dieser Job war seiner Mutter zufolge nicht das, wonach er gesucht hatte.

Für Michael Krol sei es seit jeher ein Traum gewesen, als Polizist zu arbeiten. Das sagte seine Mutter in einer Stellungnahme nach dessen Tod: "Er wurde erst im April 40 Jahre alt. Er wusste Bescheid über die Gefahr, die dieser Job mit sich bringt, aber wich seiner Verantwortung als Polizist niemals aus."

Dallas, Texas police officer Michael Krol

"Er wusste Bescheid über die Gefahr, die dieser Job mit sich bringt", sagt seine Mutter über den getöteten Michael Krol.

(Foto: dpa)

Michael Smith

Seit 1989 arbeitete Smith als Polizist in Dallas. Er war sieben Jahre lang in der Army. Nach Angaben der Dallas Morning News bekam Smith regelmäßig Auszeichnungen für seine Arbeit, darunter auch den "Cop's Cop"-Titel der Polizei in Dallas.

Er galt als pflichtbewusst. Kürzlich sei er darauf angesprochen worden, ob er mit 55 Jahren nicht darüber nachdenken wolle, in Rente zu gehen. Smith habe abgelehnt. Er war Vater von zwei Kindern und seit fast 20 Jahren verheiratet.

Brent Thompson

Er war 43 Jahre alt, Polizist der Verkehrsbetriebe (Dart), Vater und Großvater. Thompson hatte vor zwei Wochen geheiratet. Seine Frau ist Polizistin in Dallas, war aber nicht im Einsatz.

Brent Thompson, of Dallas Area Rapid Transit, one of five officers killed in a shooting incident in Dallas, Texas, U.S. is pictured in this handout photo

"Er war einfach wundervoll", sagte eine Bekannte über Brent Thompson.

(Foto: REUTERS)

Vor seinem Tätigkeit in Dallas brachte Thompson fünf Jahre lang Polizisten in Irak und Afghanistan das Konzept der "demokratischen Polizeiarbeit" bei. Teil dieser Ausbildung des privaten Sicherheitsunternehmens DynCorp war auch, wie Polizisten einen Hinterhalt überleben, wie die New York Times 2006 berichtete.

Sandra Hughes, die Thompson kannte, sagte im Gespräch mit der Washington Post: "Er war ein unglaublicher Typ. Ich weiß, das sind Worte, mit denen alle beschrieben werde. Ich wünschte, ich könnte ein Wort finden, um ihn zu beschreiben, denn er war, ich weiß nicht, wie ich das am besten formulieren kann, er war einfach wundervoll."

© SZ.de/gal

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