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Türkei:Flugzeug rollt in Istanbul von Landebahn und zerbricht

Mehr als 170 Menschen werden verletzt, als ein Flugzeug der Billig-Airline Pegasus hart landet, von der Landebahn abkommt und zerbricht. Drei Menschen sterben.

Nach der Bruchlandung eines Passagierjets am Istanbuler Airport Sabiha Gökcen ist die Zahl der Todesopfer bis Donnerstagmorgen auf drei gestiegen. Das teilte Gesundheitsminister Fahrettin Koca mit, berichtete die Agentur Anadolu. Er bezifferte die Zahl der Verletzten auf nunmehr 179. An Bord des Flugzeugs waren insgesamt 183 Personen.

Das Flugzeug war von der Landebahn abgekommen und auseinandergebrochen. In einer Stellungnahme aus dem türkischen Verkehrsministerium hatte es zunächst geheißen, es habe keine Todesopfer gegeben.

Wie der staatliche Sender TRT berichtete, handelt es sich um ein Flugzeug der Low-Budget-Airline Pegasus, das aus Izmir kam. Der Rumpf der Maschine zerbrach bei dem Unglück in drei Teile. Anschließend habe das Flugzeug Feuer gefangen. Fernsehbilder zeigten, wie Passagiere über die Tragflächen der schwer beschädigten Maschine ins Freie kletterten.

Zu den Gründen für die Bruchlandung gab es zunächst nur wenige Angaben. In Istanbul war das Wetter am Mittwoch stürmisch und regnerisch. Die Maschine habe ersten Informationen zufolge "eine harte Landung" hingelegt und sei dann ins Gelände gerutscht, sagte Verkehrsminister Mehmet Cahit Turhan. Der Istanbuler Gouverneur Ali Yerlikaya sagte zu Journalisten, das Flugzeug sei am Boden erst einmal 50 bis 60 Meter weit geschlittert und dann aus 30 bis 40 Metern Höhe in tieferliegendes Gelände gefallen.

Der Flughafen wurde nach dem Unfall vorübergehend geschlossen, ankommende Flüge wurden zum großen, neuen Istanbuler Flughafen umgeleitet. Erst am 7. Januar war ein Flugzeug von Pegasus auf demselben Flughafen von der Rollbahn gerutscht. Damals gab es keine Toten oder Verletzten.

© SZ.de/dpa/mxm
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