Trennung von Johnny Depp Freundin über Amber Heard: "Ich wählte 911, weil sie es nie getan hätte"

  • Die Künstlerin Tillett Wright hat einen Essay veröffentlicht, in dem sie beschreibt, wie Johnny Depp Amber Heard angegangen sein soll.
  • Die blutigen Details ihres Berichts will Wright selbst gesehen haben.
  • Sie habe am 21. April auch die Polizei gerufen, als sie einen Streit des Paares übers Telefon mitbekommen habe.

Nach dem Einreichen der Scheidung von Superstar Johnny Depp bekommt US-Schauspielerin Amber Heard Rückendeckung von einer Freundin. Die Fotografin und Künstlerin Tillett Wright deutet in ihrem Essay "Why I called 911" auf der Webseite Refinery 29 an, dass Depp Heard mehrmals geschlagen habe. Sie nennt zwar nicht konkret seinen Namen, übereinstimmenden Berichten zufolge soll aber unstrittig sein, über wen Wright schreibe, berichten US-Medien und der britische Guardian.

Der Text beginnt mit dem Satz: "Ich wählte 911, weil sie es nie getan hätte." Heard habe bei gewalttätigen Auseinandersetzungen mit Depp niemals von selbst die Polizei gerufen. "Immer, wenn etwas passierte, war ihr erster Gedanke, ihn zu schützen", so Wright.

"Ich sah die kaputte Lippe und Haarbüschel auf dem Boden"

Begonnen hätten die Misshandlungen auf einer Reise in einem Privatflugzeug: Depp habe Heard an Bord getreten, sie zu verschiedenen Anlässen absichtlich geschubst und immer wieder geschlagen, bis zu jenem Tag im vergangenen April. An diese besonders brutale Szene der Ehe von Heard und Depp erinnert sich die 30-jährige Wright ihrem Schreiben zufolge so: "Sie wachte in einem blutgetränkten Kissen auf. Ich sah das Kissen mit meinen eigenen Augen. Ich sah die kaputte Lippe und Haarbüschel auf dem Boden." Sie wisse das, schreibt Wright, weil sie Heard mit eigenen Augen gesehen habe, "Sie hat geweint und geschrien, sie bestand nur noch aus Schluchzen." Wright schreibt, dass sie Heards Zerrissenheit hinsichtlich Depp gut verstehe: "Er war auch mein Freund. Eine Person, die ich sehr geliebt habe, die für mich wie ein Bruder war." Wright soll länger in Depps Gästehaus gewohnt haben.

Darum rief Wright am 21. Mai die Polizei

Wright will es auch gewesen sein, die am 21. Mai die Polizei gerufen habe, als erneut ein Streit zwischen Heard und Depp eskaliert sei. Sie habe die Auseindersetzung per Telefon mitbekommen und den Notruf gewählt. "Ich hörte, wie das Telefon zu Boden fiel und er sagte: 'Was wäre, wenn ich an deinen Haaren ziehe?'" Auf Twitter schrieb Wright: "Ich war an dem verdammten Telefon, als er sie geschlagen hat. Ich hörte sie schreien. Das werde ich bezeugen. Hier und vor Gericht. Unter Eid."

Heard hatte zwei Tage nach dem Vorfall im Mai die Scheidung von Depp eingereicht und ihm vorgeworfen, ihr während eines Streits am 21. Mai ein Mobiltelefon ins Gesicht geworfen und sie unter dem rechte Auge getroffen zu haben. Auch habe er sie in der Vergangenheit angebrüllt, an den Haaren gezerrt, geschlagen und ihr ins Gesicht gegriffen. Dazu legte sie ein Foto vor und erwirkte ein vorläufiges Kontaktverbot.

Die Polizei teilte allerdings mit, sie habe Heards Vorwürfe untersucht, aber keinen Beweis für ein Verbrechen gefunden. Depps Anwalt wirft Heard vor, die Misshandlungsvorwürfe zu erheben, um im Scheidungsprozess Vorteile zu haben. Heard und Depp waren vor dem Einreichen der Scheidungsunterlagen für 15 Monate verheiratet. Die beiden hatten sich 2011 bei Dreharbeiten zum Film "The Rum Diary" kennengelernt.

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Depps Anwälte sollen Klarheit gefordert haben. Heard hatte zuvor von einer Anzeige abgesehen, nachdem sie mit Schrammen im Gesicht zur Polizei gegangen war.