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Sturz von einer Klippe:Mindestens 48 Tote bei Busunglück in Peru

  • Schweres Busunglück in Peru: Mindestens 50 Menschen sterben.
  • Ein Lastwagen war auf das Fahrzeug aufgefahren, das von der Straße abkam und eine Klippe hinunter stürzte.
  • Der Unfall ereignete sich an einer Engstelle, die "Teufelskurve" genannt wird.

Ein schwerer Busunfall in Peru hat Dutzende Menschen das Leben gekostet. Das Fahrzeug stürzte von einer Klippe, mindestens 50 Menschen starben. Die Einsatzkräfte hätten die "schmerzhafte Arbeit" der Bergung der Leichen beendet, teilten die Gesundheitsbehörden mit. Zunächst waren sie von 48 Toten ausgegangen. Nur sechs Menschen überlebten das Unglück.

In dem Bus, der in Richtung Lima unterwegs war, seien insgesamt 56 Menschen gewesen, sagte Claudia Espinoza von der freiwilligen Feuerwehr. Viele der Passagiere seien nach Weihnachts- und Neujahrsfeiern auf dem Weg zurück in die Hauptstadt gewesen.

Der Unfall ereignete sich auf einem schmalen Stück einer Schnellstraße, das auch als "Teufelskurve" bekannt ist. Ein Lastwagen sei auf einer Landstraße in der Provinz Huaral auf den Bus aufgefahren und habe ihn von der Fahrbahn abgebracht, sagte Polizeichef Dino Escudero.

Fast 100 Meter in die Tiefe gestürzt

Der Bus stürzte daraufhin an der Steilküste fast 100 Meter in die Tiefe und blieb am Strand liegen. Viele Passagiere wurden bei dem Sturz auf die Felsen geschleudert.

Rettungskräfte arbeiteten derzeit daran, sich den Weg zu dem schwer zugänglichen Gebiet in Pasamayo rund 70 Kilometer nördlich von Lima zu bahnen, hieß es. Da keine direkten Straßen zu dem Strand führten, gestaltete sich die Bergung des Busses als schwierig. Überlebende wurden mit Helikoptern in nahegelegene Krankenhäuser gebracht.

Der peruanische Präsident Pedro Pablo Kuczynski sprach den Angehörigen sein Mitgefühl aus. Es sei sehr traurig, dass es im Land zu einem solch schweren Unfall gekommen sei, sagte Kuczynski in einer Stellungnahme. Verkehrsminister Bruno Giuffra erklärte, erste Berichte deuteten darauf hin, dass beide Fahrzeuge zu schnell gefahren seien.

Die Straße ist als "Teufelskurve" bekannt, weil dort enge Serpentinen direkt an der Klippe häufig im Nebel liegen. Schwere Verkehrsunfälle kommen in Peru häufig vor. Im Jahr 2016 kamen landesweit mehr als 2600 Menschen im Straßenverkehr ums Leben. Erst im November waren 20 Menschen bei einem Unfall in den Anden getötet worden, bei dem ein Bus von einer Brücke in einen Fluss stürzte.