Baden-Württemberg:Schülerin bei Gewalttat an Schule getötet

Baden-Württemberg: Einsatzkräfte von Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr sind an der Schule im Einsatz.

Einsatzkräfte von Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr sind an der Schule im Einsatz.

(Foto: René Priebe/dpa)

Der mutmaßliche Täter ist gefasst. Er soll ebenfalls ein Schüler sein. Laut Polizei hatte das Opfer den jungen Mann zuvor angezeigt.

Nach dem gewaltsamen Tod einer Schülerin an einer Schule in St. Leon-Rot nahe Heidelberg ist der mutmaßliche Täter gefasst worden. Das teilte die Polizei am Donnerstag mit. Der 18-Jährige soll zuvor eine gleichaltrige Schülerin an dem Gymnasium getötet und dann die Flucht ergriffen haben. Er sei etwa zweieinhalb Stunden nach der Tat von Polizisten vorläufig festgenommen worden.

Der mutmaßliche Täter war bei der Polizei bereits bekannt. Im November 2023 habe die Schülerin Strafanzeige gegen ihn wegen körperlicher Gewalt gestellt, teilten Staatsanwaltschaft und Polizei mit. Abgesehen davon sei der Verdächtige strafrechtlich bislang nicht in Erscheinung getreten.

Nach der Gewalttat war der junge Mann mit seinem Auto in den Gegenverkehr geraten und bei einem Zusammenstoß verletzt worden. Die Staatsanwaltschaft will am Freitag beim Amtsgericht in Heidelberg einen Haftbefehl gegen den Tatverdächtigen beantragen.

Nach der Tat war nach Polizeiangaben noch versucht worden, die Schülerin in der Schule zu reanimieren - erfolglos. Die Schule wurde evakuiert, zahlreiche Schülerinnen und Schüler wurden an einer Sammelstelle betreut oder von den Eltern abgeholt. Schwer bewaffnete Polizisten hatten nach der Tat die Schule durchsucht. Rettungskräfte sowie ein Hubschrauber waren im Einsatz, auch Notfallseelsorger und zwischen 15 und 20 Polizeifahrzeuge, die Kriminalpolizei und die Feuerwehr wurden nach dem Alarm an den Ort der Schule gezogen.

Die Tat erinnert an eine andere Gewalttat im vergangenen November in Offenburg. Damals hatte ein 15 Jahre alter Schüler einen Gleichaltrigen in einer sonderpädagogischen Schule erschossen. Der Angriff des Deutschen hatte sich nach Polizeiangaben in der 9. Klasse des Tatverdächtigen abgespielt. Der 15-jährige Schüler war demnach in sein Klassenzimmer gekommen und hatte seinem Mitschüler mit einer Handfeuerwaffe in den Hinterkopf geschossen.

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