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Smog in China:So sieht Peking mit und ohne Smog aus

Wegen der immensen Luftverschmutzung steht das Leben in der chinesischen Hauptstadt still. Jetzt haben die Behörden "Alarmstufe rot" ausgerufen. Bilder aus Peking zum Vergleichen: einmal mit und einmal ohne Smog.

In Peking gilt seit dem frühen Dienstag erstmals höchste Smog-Alarmstufe: Schulen und Fabriken blieben geschlossen, die Hälfte aller Autos hat Fahrverbot. Der Nachrichtenagentur Xinhua zufolge soll die Alarmstufe "Rot" bis Donnerstagmittag gelten. Wetterexperten gehen davon aus, dass sich der Smog dann wieder lichtet.

Seit Wochen liegt Chinas Hauptstadt immer wieder unter einer Dunstglocke. Schon vergangene Woche hatte die Feinstaub-Konzentration fünf Tage lang extreme Werte erreicht, doch zum Ärger vieler Chinesen riefen die Behörden nur die zweithöchste Alarmstufe "Orange" aus. Jetzt haben sie schneller reagiert, wohl um sich nicht erneut der Kritik auszusetzen. "Die Menschen sollten ihr Möglichstes tun, um Aktivitäten im Freien zu vermeiden", empfahl die Pekinger Umweltschutzbehörde. Wer doch nach draußen gehe, solle einen Mundschutz tragen.

Das sieht man auf den Smogbildern - ohne Schutz wagt sich kaum jemand mehr vor die Tür. Davon abgesehen ist von der Stadt selbst nicht mehr viel zu sehen - auch das berühmte Mao-Zedong-Porträt am Platz des Himmlischen Friedens geht im Grau des Nebels unter. Die Fotos wurden Anfang Dezember an zwei aufeinander folgenden Tagen mit wechselnder Wetterlage aufgenommen.

Die Luftverschmutzung ist in China seit Jahren ein Problem, sie hat dramatische Folgen: Einer kürzlich in der Zeitschrift Nature veröffentlichten Studie des Max-Planck-Instituts zufolge sterben pro Jahr etwa 1,4 Millionen Menschen im Land an der Luftverschmutzung, weltweit sind es etwa 3,3 Millionen. Die winzigen Partikel aus dem Feinstaub können Krebs auslösen.

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Besonders stark umweltverschmutzende Firmen bleiben geschlossen. Die Feinstaubwerte liegen weit über der empfohlenen Grenze.