Skandal um Limburger Bischof Tebartz-van Elst weilt im Kloster Metten

Eine Archivaufnahme des Kloster Metten aus dem Jahr 2010

Der Aufenthaltsort von Tebartz-van Elst war lange unbekannt, nun hat sich die Frage geklärt: Der umstrittene Limburger Bischof hat sich im Kloster Metten niedergelassen. Der Abt bittet die Öffentlichkeit um Zurückhaltung.

Das Geheimnis um den Aufenthaltsort des umstrittenen Limburger Bischofs Franz-Peter Tebartz-van Elst ist gelüftet: Wie die Katholische Nachrichtenagentur (KNA) berichtet, hält sich Tebart-van Elst seit Mittwoch im Benediktinerkloster Metten in Niederbayern auf. "Die Benediktiner freuen sich, dass der Bischof von Limburg in Metten eine geistliche Zeit der Erholung verbringt", sagte Abt Wolfgang M. Hagel der Nachrichtenagentur.

Unklar ist, wie lange der Limburger Bischof in Niederbayern bleiben wird. Diese Frage sei noch offen, sagte der Abt demnach. Tebartz-van Elst steht seit Wochen insbesondere wegen seiner Amtsführung und der Baukosten für seinen Amtssitz in der Kritik. Eine von der Deutschen Bischofskonferenz eingesetzte Prüfkommission soll klären, wie die Kosten explodieren konnten.

Papst Franziskus hatte dem Limburger am Mittwoch vergangener Woche eine längere Auszeit verordnet. Neuer kommissarischer Leiter des krisengeschüttelten Bistums Limburg ist Generalvikar Wolfgang Rösch, der in dieser Woche seine Amtsgeschäfte aufgenommen hat.

Das Kloster Metten bittet laut KNA an die Öffentlichkeit die Bitte, "das Kloster als besonderen Ort der Stille zu respektieren." Tebartz-van Elst nehme am Gebets- und Gemeinschaftsleben der Abtei teil. Der Limburger Bischof habe sich bereits mehrfach in dem niederbayerischen Kloster aufgehalten.