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Reaktionen auf Massaker in Newtown:"Abscheulich und undenkbar"

In Rio de Janeiro haben Menschen am Strand 26 Kreuze für die Opfer des Massakers von Newtown aufgestellt.

(Foto: AFP)

Trauer weltweit: UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat das "entsetzliche Verbrechen" von Newtown scharf verurteilt. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel und Königin Elizabeth II. sprechen den Familien der Opfer ihr Beileid aus.

Das Massaker in einer Grundschule in den USA hat auch im Ausland Trauer und Entsetzen ausgelöst. Bundeskanzlerin Angela Merkel erklärte, die Nachrichten aus Newtown mache sie "tieftraurig". Der Gedanke an die ermordeten Schüler und Lehrer mache ihr das Herz schwer. "Mein tiefes Mitgefühl gilt den Angehörigen, ihnen wünsche ich Kraft und Zuspruch, mögen sie in ihrem Schmerz nicht alleine bleiben."

Auch der britische Premierminister David Cameron brachte sein Mitgefühl zum Ausdruck. Es sei herzzerreißend, wenn man an diejenigen denke, denen die Kinder geraubt wurden. Königin Elizabeth II. schrieb in einer Botschaft an US-Präsident Barack Obama, der "fürchterliche Verlust an Leben" erfülle sie mit Trauer. "In Gedanken und Gebeten sind alle in Großbritannien und im gesamten Commonwealth bei den Familien und Freunden derer, die getötet wurden, und denen, die von dem heutige Vorfall betroffen sind."

EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso erklärte, er habe "mit tiefer Betroffenheit und Entsetzen" von der Tat gehört. Junge Leben voller Hoffnung seien zerstört worden. Im Namen der EU-Kommission spreche er den Familien der Opfer sein tiefstes Beileid angesichts dieser Tragödie aus. Der französische Staatspräsident Francois Hollande erklärte ebenfalls, er sei entsetzt über die Tat.

In einem Beileidsschreiben an den Gouverneur von Connecticut zeigt sich auch UN-Generalsekretär Ban Ki Moon schockiert. Kinder ins Visier zu nehmen, sei "abscheulich und undenkbar", heißt es in dem am Freitagabend (Ortszeit) in New York verbreiteten Schreiben an Gouverneur Dan Malloy. Ban sprach auch den Familien der Opfer und allen anderen, die "von diesem entsetzlichen Verbrechen traumatisiert sind", sein Beileid aus.

Papst Benedikt XVI. sandte ein Kondolenzschreiben an die Gemeinde in der Stadt Newtown, das bei einem Gottesdienst in dem Ort am Freitagabend vorgetragen wurde. "Ich bitte Gott, unseren Vater, all denen Trost zu spenden, die trauern, und der gesamten Gemeinde die spirituelle Kraft zu geben, die mit der Macht der Vergebung, Hoffnung und versöhnender Liebe über Gewalt triumphiert", so das katholische Kirchenoberhaupt.

Kanadas Premier Stephen Harper schrieb im Kurznachrichtendienst Twitter, die Gedanken und Gebete der Kanadier gelten den Schülern und Familien, die Opfer "dieser sinnlosen Gewalt" wurden. Sein Außenminister John Baird erklärte, die Kanadier stünden "Seite an Seite mit unseren amerikanischen Freunden in dieser schwierigen Zeit".

Bewohner der brasilianischen Metropole Rio de Janeiro haben am Samstag am Touristenstrand Copacabana 26 schwarze Kreuze für die Opfer des Massakers aufgestellt. Schweigend knieten sie anschließend davor nieder. Aktivisten der Nichtregierungsorganisation Rio de Paz hängten ein Spruchband auf, auf dem sie den Angehörigen der Opfer ihr Mitgefühl aussprachen. "Wir verstehen das Leid, das durch diese willkürliche Gewalt ausgelöst wurde", hieß es darauf.

Bei der Schießerei an der Sandy Hook Grundschule in Newtown starben am Freitag 20 Kinder und sechs Erwachsenen sowie der mutmaßliche Todesschütze. Es war das schlimmsten Schulmassaker in der Nachkriegsgeschichte der USA.

© dapd/AFP/plin/rela

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