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Leute des Tages:Im Lockdown-Modus

Demi Lovato hat sich vor lauter Langeweile ver- und wieder entlobt, Dirk Roßmann hat im Schlaf ein Buch geschrieben und ein Afghane namens Schir Khan hat den wahrscheinlich schönsten Schnurrbart der Welt.

US-Sängerin Demi Lovato
(Foto: Isabel Infantes/dpa)

Demi Lovato, 28, US-Sängerin, hat sich aus Langeweile verlobt. Nach dem Ausbruch der Corona-Pandemie "tat ich, was alle anderen auch taten, ich ging in den Lockdown-Modus und verlobte mich", sagte sie laut einem Bericht des Promiportals ET Online bei den "People's Choice Awards". Unter anderem habe sie angefangen zu malen, zu fotografieren, zu meditieren, habe viermal das komplette Instagram durchgeschaut sowie sieben Staffeln "Pretty Little Liars" - "und dann entlobte ich mich wieder". Lovato hatte Ende Juli die Verlobung mit dem US-Schauspieler Max Ehrich, 29, publik gemacht. Im September folgte die Trennung. Lovatos Fazit: "Dieses Jahr waren die längsten drei Jahre meines Lebens."

Dirk Roßmann
(Foto: Henning Kaiser/dpa)

Dirk Roßmann, 74, Drogeriekettenchef, hat im Schlaf ein Buch geschrieben. Die Handlung seines ersten Romans sei ihm im Traum gekommen, sagte er der Neuen Presse in Hannover. "Im Dezember 2019 bin ich 14 Tage lang immer nachts um vier Uhr wach geworden, in einem Zustand zwischen Schlaf und Wachsein hat sich mir die Handlung des Romans förmlich aufgedrängt - im Kern habe ich sie geträumt." In dem Thriller "Der neunte Arm des Oktopus" verbünden sich Russland, China und die USA im Kampf gegen den Klimawandel.

Schnurrbart macht afghanischen Schneider zur Berühmtheit
(Foto: Hesam Hesamuddin/dpa)

Schir Khan, 50, afghanischer Schneider, ist von haariger Berühmtheit. "Alle lieben mich für meinen Schnurrbart", sagte der zehnfache Vater aus Kabul der Deutschen Presse-Agentur. Sein Bart, den er schon seit Jahrzehnten wachsen lasse, messe 60 Zentimeter. Manchmal bezahlten ihm Spitzenpolitiker den Gang zum Barbier oder schenkten ihm teure Pflegeprodukte. "Sogar mein Schneidergeschäft hat sich wegen meines Schnurrbarts verbessert." Einmal soll sein Bart sogar ursächlich für einen Unfall gewesen sein, weil zwei Männer sich von dem Prachtexemplar ablenken ließen, anstatt auf den Verkehr zu achten.

Regisseur Terry Gilliam wird 80
(Foto: Ettore Ferrari/dpa)

Terry Gilliam, 79, Monty-Python-Mitglied, hält sich den Tod durch Lachen vom Leib. "Solange ich lache, bleibt er mir fern, denn der Tod hat keinen Sinn für Humor", sagte der Amerikaner, der auch einen britischen Pass hat, der Deutschen Presse-Agentur. "Wenn ich nicht mehr über die wirklich wichtigen Dinge lachen kann, dann könnte ich auch tot sein." Rein statistisch gesehen müsste er schon tot sein, "aber ich bin nicht tot. Ich bin alt, aber sonst ist alles gut."

Schauspieler Edin Hasanovic
(Foto: Jens Kalaene/dpa)

Edin Hasanović, 28, Schauspieler, ist falsch verdächtigt worden. "Eines Morgens klingelten zwei Polizisten mit einer Vorladung an meiner Tür: Es sei ein Verbrechen begangen worden, und es gebe Hinweise darauf, dass ich der Täter sei", erzählte Hasanović dem Magazin Zeit Verbrechen. Wie sich herausstellte, hatte ein Phantombild nach einem Überfall auf eine Frau in Biberach bei einigen Zeugen Erinnerungen an Hasanovićs Rolle in dem Film "Schuld sind immer die anderen" wachgerufen, in dem er einen Gangster spielt, der eine Frau überfällt.

Carlo Gyselbrecht
(Foto: Francisco Seco/AP)

Super Duper, Alter und Klarname unbekannt, chinesischer Bieter, hat ein neues Haustier. Der Mann oder auch die Frau ersteigerte unter diesem Pseudonym für 1,6 Millionen Euro eine belgische Brieftaube namens New Kim, wie die Nachrichtenagentur AP berichtet. Das ist mehr als das Gewicht des Vogels, aufgewogen in Gold - der teuerste Preis, der jemals für eine Brieftaube gezahlt wurde. In der Schlussphase der Auktion hatte sich Super Duper einen Bieterwettstreit mit einem Landsmann oder einer Landsfrau mit dem Pseudonym Hitman geliefert.

© SZ/nas
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