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Thüringen:Polizisten sollen Frau in Gewahrsam missbraucht haben

Thüringer Polizei

Ein Ärmelabzeichen der Thüringer Polizei. Zwei Polizisten stehen in Verdacht, im Kreis Gotha eine Frau vergewaltigt zu haben.

(Foto: dpa)
  • Bei einer Wohnungsdurchsuchung sollen zwei Polizisten aus Thüringen eine Frau in Gewahrsam genommen und vergewaltigt haben.
  • Die beiden Beamten wurden festgenommen und befinden sich in Untersuchungshaft.

Zwei Thüringer Polizisten stehen im Verdacht, im Dienst eine Frau vergewaltigt zu haben. Deswegen hat das Amtsgericht Erfurt gegen die Beamten Haftbefehl erlassen. Den Polizisten wird sexueller Missbrauch sowie Vergewaltigung in besonders schwerem Fall vorgeworfen, wie die Staatsanwaltschaft Erfurt mitteilte. Zu den Vorwürfen hätten die beiden sich beim Haftrichter nicht geäußert, heißt es.

Der Übergriff soll sich im Kreis Gotha ereignet haben. Die Polizisten sollen die Wohnung der Frau durchsucht haben, weil die Frau unter anderem mit mehreren Identitäten aufgefallen sei.

Das mutmaßliche Opfer befand sich nach Angabe der Staatsanwaltschaft als "behördlich Verwahrte" in Polizeigewahrsam. Die Polizisten sollen bei der Tat offiziell noch im Dienst gewesen sein. Weitere Einzelheiten will die Staatsanwaltschaft noch nicht bekanntgeben. Sie verweist auf die laufenden Ermittlungen sowie den Schutz der Beteiligten. Im Fall einer Verurteilung drohen den Männern den Angaben zufolge Haftstrafen zwischen 3 und 15 Jahren.

Innenminister zeigt sich bestürzt

Thüringens Innenminister Georg Maier (SPD) sagt, dass er "mit großer Bestürzung" von dem Fall erfahren habe. "An unsere Polizeibeamtinnen und -beamten stellen wir besonders hohe ethische Ansprüche." Er hoffe, "dass wir schnell Gewissheit haben werden, was genau vorgefallen ist".

Maier zufolge waren direkt nach Bekanntwerden der Vorwürfe die Staatsanwaltschaft und die Experten für interne Ermittlungen der Landespolizeidirektion eingeschaltet worden. Sie hätten die weiteren notwendigen Maßnahmen veranlasst. "Wenn sich der Vorwurf bestätigen sollte, wäre dies nicht nur eine schwere Straftat, sondern würde auch erhebliche dienstrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen", betont der Minister.

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