Norwegen:Polizei ermittelt nach Schüssen in Nachtclub wegen Terrorverdachts

Lesezeit: 1 min

Norwegen: Der Nachtclub, in dem die Schüsse fielen, ist ein beliebter Treffpunkt der queeren Szene.

Der Nachtclub, in dem die Schüsse fielen, ist ein beliebter Treffpunkt der queeren Szene.

(Foto: AFP)

Kurz vor der Pride Parade in Oslo sind durch Schüsse in einem bei Homosexuellen beliebten Nachtclub zwei Menschen getötet worden, mindestens 21 weitere wurden verletzt. Die Parade wurde abgesagt.

Bei Schüssen in einem Nachtclub in der norwegischen Hauptstadt Oslo sind zwei Menschen getötet worden. Mindestens 21 weitere Menschen seien bei dem Vorfall in den frühen Morgenstunden verletzt worden, zehn davon schwer, teilte die Polizei am Samstag weiter mit. Kurz nach dem Vorfall sei ein Mensch in der Nähe eines Tatorts festgenommen worden. Er soll den Behörden bekannt sein. Einsatzleiter Tore Barstad sagte laut norwegischem Sender NRK, alles deute darauf hin, dass es sich um einen Einzeltäter handele. Wie ein Polizeisprecher am Samstag der Nachrichtenagentur Reuters mitteilte, ermittelt die Polizei wegen Terrorverdacht.

Die Schüsse fielen am Vorabend der in Oslo geplanten Pride-Parade in einem beliebten Nachtclub der queeren Szene. Am Samstagmorgen wurde die Parade von den Organisatoren abgesagt. Ein Sprecher erklärte, es sei nicht klar, ob die Schüsse in Zusammenhang mit der Parade standen. Die Polizei habe den Organisatoren aber trotzdem zur Absage geraten.

Angaben zum Alter oder zur Identität des Festgenommenen machte die Polizei nicht. Der Festgenommene habe sich bislang nicht geäußert. Die Polizei habe seine Wohnung durchsucht, berichtete NRK. Bei dem Angriff seien Schusswaffen verwendet worden, von denen zwei sichergestellt worden seien, zitierte NRK Barstad.

Ministerpräsident Jonas Gahr Störe sprach von einem "schrecklichen und zutiefst schockierenden Angriff auf unschuldige Menschen". Der Nachrichtenagentur NTB sagte er: "Wir wissen noch nicht, was hinter dieser schrecklichen Tat steckt, aber den queeren Menschen, die Angst haben und trauern, möchte ich sagen, dass wir mit euch zusammenstehen."

Ein Reporter war Augenzeuge und erzählte, er habe einen Mann mit Tasche zu dem Tatort kommen sehen, er habe zur Waffe gegriffen und begonnen zu schießen. Im Nachtclub sei Panik ausgebrochen, zitiert der Sender einen anderen Augenzeugen. Die Zeitung Aftenposten berichtete, der Nachtclub "London Pub" befinde sich in einer belebten Straße im Zentrum von Oslo. In dem bei der queeren Szene bliebten Nachtclub seien die Schüsse gefallen. Zivilisten hätten bei der Festnahme des Verdächtigen geholfen, berichtete die Zeitung unter Berufung auf die Polizei.

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