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Norwegen:11 Vermisste nach Erdrutsch nahe Oslo

Eine Hubschrauberaufnahme von der Unglücksstelle. Mehrere Häuser wurden von dem Erdrutsch erfasst und zerstört.

(Foto: AP)

Das Unglück ereignete sich am frühen Mittwochmorgen in der Stadt Ask. Mehrere Gebäude sind von den Erdmassen erfasst worden. 500 Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden.

Nach einem Erdrutsch im Süden Norwegens haben die Behörden mehr als 500 Menschen in Sicherheit gebracht. Mindestens zehn Menschen hätten Verletzungen erlitten, fünf von ihnen seien in Krankenhäuser gebracht worden, sagte Roger Pettersen, der Einsatzleiter der Polizei.

Das Unglück ereignete sich am frühen Mittwochmorgen in der Stadt Ask, die etwa 40 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Oslo liegt.

Alarm um vier Uhr nachts

Der Erdrutsch traf mehrere Gebäude. Mindestens 11 Menschen, darunter mehrere Kinder, wurden am Mittwochabend noch als vermisst geführt. Sie hätten in den betroffenen Häusern gewohnt, aber es sei auch möglich, dass sie zur betreffenden Zeit nicht zu Hause waren.

Gegen 4 Uhr, so der Polizeisprecher, sei der Alarm eingegangen. Danach lief eine große Rettungsaktion an, an der auch das Rote Kreuz beteiligt war. Hubschrauber waren im Einsatz, um Menschen aus den betroffenen Gebieten zu bringen. Geologen erkundeten die Lage. Dunkelheit und schlechtes Wetter erschwerten aber zunächst die Bergungsarbeiten.

Die Ursache des Erdrutsches ist noch unklar. Er könnte, so die Polizei, aber mit der örtlichen Bodenart zusammenhängen, die sehr instabil sei. In den vergangenen Tagen hatte es in der Gegend stark geregnet.

© SZ/dpa/olkl/nas
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