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Lou Pearlman:Erfinder der Backstreet Boys stirbt im Gefängnis

Lou Pearlman

Der ehemalige Musikmanager Lou Pearlman starb 62-jährig in einem US-Gefängnis.

(Foto: AP)

Lou Pearlman machte Boybands wie die Backstreet Boys und 'N Sync erfolgreich - und soll Anleger und Banken um 300 Millionen Dollar betrogen haben.

Der amerikanische Musikmanager Lou Pearlman ist tot. Er brachte Boybands wie 'N Sync und die Backstreet Boys groß heraus. Er starb in einem Gefängnis in Miami, Florida, im Alter von 62 Jahren, wie einer Datenbank der Haftanstalt zu entnehmen ist. Er wurde wegen Betrugs verurteilt. Die Todesursache ist allerdings noch nicht geklärt.

Pearlman war 2008 wegen Millionenbetrugs zu einer Haftstrafe von 25 Jahren verurteilt worden. Er soll über zwei Jahrzehnte hinweg mit einem gewaltigen Betrugsmodell Anleger und Banken um mindestens 300 Millionen Dollar gebracht haben. Mit gefälschten Papieren und Bankbelegen brachte er sie dazu, in seine Scheinfirmen zu investieren. "Big Poppa", wie Pearlman sich von den von ihm betreuten Musikern gern nennen ließ, bekannte sich teilweise schuldig.

Lance Bass, ein früherer Sänger von 'N Sync, würdigte Pearlmans Verdienste. Er möge kein aufrichtiger Geschäftsmann gewesenen sein, schrieb Bass, aber ohne Pearlmans Einfluss "würde ich nicht das tun, was ich heute liebe", twitterte Bass. Sein ehemaliger Bandkollege Chris Kirkpatrick twitterte: "Ich habe gerade gemischte Gefühle, aber ruhe in Frieden, Lou Pearlman."

Der für seinen ausschweifenden Lebensstil bekannte Manager hatte nach den großen Erfolgen mit 'N Sync und den Backstreet Boys in den Neunzigerjahren später auch Boygroups wie Natural, O-Town und US5 zum Durchbruch verholfen.

© SZ.de/AP/dpa/harl
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