Lebensmittelskandal Giftige Eier

Nachdem der Lebensmitteldiscounter Lidl mit Dioxin verseuchte Eier aus seinem Sortiment nehmen musste, weitet sich der Skandal um giftige Futtermittel weiter aus.

Nachdem der Lebensmitteldiscounter Lidl am Freitag Bio-Eier aus seinem Sortiment nehmen musste, weil Verdacht auf eine Dioxin-Vergiftung bestand, weitet sich der Skandal weiter aus. Verseuchtes Futtermittel soll an deutschen Bio-Geflügelhöfen an die Tiere verfüttert worden sein.

Der Discounter Lidl musste Eier aus dem Sortiment nehmen - vergifteter Mais aus der Ukraine soll an Hühner verfüttert worden sein.

(Foto: Foto: ddp)

Der dioxinverseuchte Mais aus der Ukraine sei nach Angaben des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit in Braunschweig an Betriebe in mindestens neun Bundesländer geliefert worden, das berichtet das Bielefelder Westfalenblatt. Neben Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen wo bereits mehrere Betriebe gesperrt worden sind, seien Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt, Hessen, Hamburg, Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg betroffen.

Alleine in Niedersachsen hatten 19 von 150 Öko-Betrieben das verseuchte Futter erhalten. "Bis auf zwei Höfe in den Landkreisen Emsland und Grafschaft Bentheim sind mittlerweile alle freigetestet", sagte am Samstag ein Sprecher des niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums. Das Landwirtschaftsministerium von Mecklenburg-Vorpommern teilte mit, dass in dem Bundesland keine Hühnerfarm mit dem dioxinverseuchten Futter beliefert worden sei.

Nach Angaben des Bundesinstitutes für Risikobewertung in Berlin bestehe keine akute Gesundheitsgefahr für die Verbraucher. Der Verkauf betroffener Eier und Jungtiere wurde aber bis auf weiteres untersagt. Der Lebensmittel-Einzelhandel, unter anderem sind die Supermarktketten Lidl und Rewe betroffen, hatte bereits betroffene Eier-Chargen aus den Verkauf genommen.