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Kriminalität - Lutherstadt Wittenberg:Zwei Seniorinnen erneut um Tausende Euro geprellt

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Magdeburg (dpa/sa) - In Sachsen-Anhalt sind erneut Seniorinnen per Telefon um mehrere Tausend Euro geprellt worden. Eine Frau bekam in Wolfen (Landkreis Anhalt-Bitterfeld) den Anruf eines Mannes, der sich als Staatsanwalt ausgab, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Er verlangte von ihr bei dem Telefonat am Donnerstagmittag rund 40.000 Euro als sogenannte Kaution. Angeblich hatte eine nahe Verwandte der Frau einen Verkehrsunfall, dabei sei ein Mensch ums Leben gekommen.

Wenig später erschien ein Mann an der Haustür. Die Seniorin übergab ihm 13.000 Euro und der Mann verschwand mit dem Geld. Die Staatsanwaltschaften und die Polizei warnen immer wieder vor derartigen Betrügereien. Dabei wird Menschen unter anderem damit gedroht, dass ein Familienmitglied ins Gefängnis oder dort bleiben müsse, wenn sie nicht zahlten.

Ähnlich dreist geht es laut Polizei bei Anrufen zu, die angeblich im Auftrag einer Bank, von Computerspezialisten oder Angehörigen erfolgen. So erhielt eine 69-Jährige im Landkreis Wittenberg in der Nacht zum Freitag angeblich von ihrer Tochter eine WhatsApp-Nachricht: Sie habe eine neue Handynummer und brauche Geld. Im guten Glauben überwies die Frau rund 3600 Euro auf eine Kontonummer, die per Telefon übermittelt worden war, wie die Polizei mitteilte.

© dpa-infocom, dpa:220731-99-226187/3

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