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Japan:Arbeitsloser sticht in zwei Bussen auf Kinder ein

Ein Messerstecher hat in Japan in Linienbussen mehrere Kinder attackiert und verletzt. Bei der folgenden Panik verletzten sich weitere Schüler.

Eine blutige Messerattacke im morgendlichen Berufsverkehr hat in Japan Panik ausgelöst. Ein mit einem Messer bewaffneter Mann attackierte und verletzte mehrere Schulkinder in zwei Bussen. Der 27-Jährige konnte schließlich von Fahrgästen überwältigt und von Polizeibeamten noch am Tatort festgenommen werden, wie japanische Medien am Freitag unter Berufung auf die Polizei berichteten.

Toride nördlich von Tokio: Ein 27-Jähriger hat zahlreiche Schulkinder verletzt, die nach dem Vorfall von Rettungskräften versorgt wurden.

(Foto: AP)

"Ich wollte mein Leben beenden", wurde der Mann zitiert.

Der Japaner hatte am Morgen in der 35 Kilometer nordöstlich von Tokio gelegenen Stadt Toride in zwei mit Schulkindern voll besetzten Bussen mit einem Küchenmesser um sich gestochen und vier Menschen leicht verletzt.

In der Panik, dem Täter zu entkommen, zogen sich neun weitere Kinder ebenfalls leichte Verletzungen zu.

Nach Angaben der Polizei hatte der Täter am Morgen an einem Busbahnhof einen Bus bestiegen, mit dem die Kinder zur Schule fahren wollten. Als das Abfahrtssignal erklang, habe der junge Mann plötzlich angefangen, mit einem 25 Zentimeter langen Küchenmesser auf die Menschen um sich einzustechen. Bald darauf verließ er den Wagen, stieg in einen anderen Linienbus ein und setzte seine Attacken fort, bis er schließlich überwältigt werden konnte, hieß es.

"Erst dachte ich an einen Streit unter Schülern", berichtete einer der beiden Busfahrer. Aber dann habe er einen Schrei gehört und den Mann mit dem Messer gesehen. "Ich habe schnell die Tür geöffnet, um die Schüler herauszulassen. Das war alles, was ich tun konnte", sagte der Fahrer dem öffentlichen Rundfunksender NHK.

Der Vorfall weckt Erinnerungen an einen Amoklauf in dem Tokioter Stadtteil Akihabara im Jahr 2008, bei dem sieben Menschen getötet und zehn weitere verletzt wurden. Ein 25-jähriger Japaner war damals in dem bekannten Elektronik-Shoppingviertel mit einem Lastwagen in die Menge gerast, ausgestiegen und hatte wahllos auf Passanten eingestochen.