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Alaska:"Into the Wild"-Bus aus Wildnis entfernt

laska Army National Guard CH-47 Chinook helicopter carries the bus made famous by the 'Into the Wild' book and movie near Stampede Trail

Ein Helikopter entfernt den "Magic Bus" aus der Wildnis.

(Foto: Alaska Dnr/Reuters)

Der Kultfilm machte den "Magic Bus" im Denali-Nationalpark zur Pilgerstätte für Abenteurer. Doch immer wieder verunglückten Touristen in der Wildnis.

Ein Helikopter der US-Armee hat den berühmten "Magic Bus" im Denali-Nationalpark, bekannt aus dem Kult-Film "Into the Wild", entfernt. Der zuständige Bürgermeister erklärte, das sei eine große Erleichterung. In den vergangenen Jahren endete die Sehnsucht nach der totalen Einsamkeit in der Wildnis Alaskas immer wieder tragisch.

Das musste zunächst der junge Aussteiger Christopher McCandless erfahren. Er wanderte 1992 alleine in den Nationalpark und verbrachte ein paar Monate in dem verlassenen Linienbus des Fairbanks City Transit System. Die einsetzende Schneeschmelze schnitt seinen Rückweg über den Teklanika River ab. McCandless starb einsam in seinem "Magic Bus".

Jon Krakauers Buch "Into the Wild", in dem er die authentische Geschichte des Aussteigers schildert, wurde ein Bestseller, die gleichnamige Verfilmung von Sean Penn erreichte weltweit ein Millionenpublikum. Der "Magic Bus" wurde zum Wallfahrtsort für Outdoor-Fans und Abenteuersuchende, das verrostete Skelett des Linienbusses stand lange in der Wildnis am Teklanika River.

Alaska Army National Guard helicopter hovers near 'Bus 142' near Stampede Road

Der Linienbus des Fairbanks City Transit System stammt aus den 40er Jahren.

(Foto: Alaska Dnr/via Reuters)

Der Weg dorthin führte über den Stampede Trail, einen gut 30 Kilometer langen Pfad. Die Gefahren in der Gegend sind die gleichen, denen sich Christopher McCandless damals aussetzte: Zweimal muss man reißende Flüsse überqueren, es kann zu extremen Wetterumschwüngen kommen, außerdem gibt es Bären und Wölfe. Vor allem aber der Gebirgsfluss kann unerfahrenen Wanderern schnell zum Verhängnis werden. Er ist sehr kalt und fließt schnell, oft wird er unterschätzt, auch wenn das Wasser nur hüfthoch ist.

Um Menschen die Überquerung zu erleichtern, wurde ein Seil gespannt, aber das ist keine Überlebensgarantie. 2010 starb eine junge Frau aus der Schweiz, 2019 eine Weißrussin. Warnungen von Einheimischen und entsprechende Berichte in Outdoor-Blogs schreckten die Pilger nicht ab. Der Leiter der lokalen Feuerwehr sagte dem Outside-Magazin, er müsse pro Saison ein Dutzend Personen auf dem Weg zum "Magic Bus" retten.

Nun ist das Kult-Fahrzeug weg. Was mit dem Bus passiert, ist unklar. Laut BBC soll er an einen sicheren Ort gebracht werden, bis die Verantwortlichen in Alaska eine Entscheidung getroffen haben.

© SZ/afis/mkoh
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