Leute:Schokolade im Gefängnis

Leute: "Das ist typisch Ottmar Hitzfeld. Ich würde das nie machen": Uli Hoeneß über einen Besuch im Gefängnis.

"Das ist typisch Ottmar Hitzfeld. Ich würde das nie machen": Uli Hoeneß über einen Besuch im Gefängnis.

(Foto: Ulrich Gamel/dpa)

Uli Hoeneß erzählt von einem seiner ersten Besucher in Haft, Harrison Ford macht mit seiner Vergesslichkeit einen Sammler glücklich, und Luisa Neubauer will nicht resignieren.

Uli Hoeneß, 72, Ehrenpräsident des FC Bayern, erinnert sich an ein besonderes Treffen im Gefängnis. 2014 hatte er wegen Steuerhinterziehung seine Haft angetreten, im Podcast der Ruhr Nachrichten verriet er nun, dass Ottmar Hitzfeld damals einer seiner ersten Besucher war. Der ehemalige Bayern-Trainer sei sogar am Vorabend nach Landsberg angereist, um die Besuchszeit nicht zu verpassen. "Das ist typisch Ottmar Hitzfeld. Ich würde das nie machen, ich wäre halt um sechs Uhr aufgestanden und wäre vielleicht zu spät gekommen. Aber nein, Ottmar hat dort übernachtet, um ja pünktlich am Gefängnistor zu sein", sagte Hoeneß. Eigentlich habe Hitzfeld Wein spendieren wollen, was jedoch verboten gewesen sei. Laut Hoeneß konnten die Besucher stattdessen "zwei Euro mitbringen, und dann kann man sich Schokolade kaufen". Diese ließen sich beide gemeinsam schmecken.

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(Foto: Hannes P Albert/dpa)

Harrison Ford, 81, Schauspieler, hat mit seiner Vergesslichkeit einen österreichischen Sammler glücklich gemacht. In einer während der Dreharbeiten angemieteten Londoner Wohnung hatte er einst das Skript des legendären ersten Star-Wars-Films zurückgelassen. Nun wurde die lose Blattsammlung mit dem Titel "The Adventures Of Luke Starkiller" in Großbritannien für 10 795 Pfund (etwa 12 622 Euro) versteigert, berichtet der Guardian. Ford werde darin als zynischer Held Han Solo vorgestellt, erklärte das Auktionshaus Excalibur Auctions in Kings Langley. Zudem enthalte das Skript Szenen und Charaktere, die aus der endgültigen Fassung des Films herausgeschnitten worden seien.

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(Foto: Kay Nietfeld/dpa)

Luisa Neubauer, 27, Klimaaktivistin, reagiert sich mit Musik ab. In einem Interview mit dem Tagesspiegel sagte sie, sie werde ständig angefeindet, wolle diese permanente Bedrohungslage, die Morddrohungen, das Stalking, die Vergewaltigungsfantasien in Postfächern nicht als Normalität in ihrem Leben akzeptieren. Für sie sei das auch kein Privatproblem, sondern ein gesellschaftlicher Missstand. Sie versuche trotzdem, nicht zu resignieren. Aktivismus heiße auch herauszufinden, "wie man trotz der Widrigkeiten die Liebe für die Welt nicht verliert, wie man trotz Rückschlägen nicht verbittert, sondern Lebenslust in die Welt trägt". Dabei helfe ihr auch der Blick über den eigenen Tellerrand. Eine Freundin in Uganda etwa laufe bei jedem Satz Gefahr, verhaftet zu werden. Sie engagiere sich trotzdem. Außerdem hilft es Neubauer nach eigener Aussage, "regelmäßig die Musik aufzudrehen".

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(Foto: Armin Weigel/dpa)

Stefan Oster, 58, Bischof von Passau, rät zum Läster-Fasten. Alle Gläubigen sollten sich bis Ostern täglich bewusst Zeit für Stille nehmen, vor einem Kreuz, einer Ikone, einer Kerze, heißt es in seinem Hirtenbrief. "Bitten wir Jesus aufrichtig, mit uns zu sein - und dass wir immer mehr von seiner stillen, unaufdringlichen Gegenwart spüren dürfen." Danach sollten alle einen Blick auf die Mitmenschen einüben, "der versucht, das Gute im anderen zu sehen und zu sagen". Und damit den Vorsatz verbinden, auf lästernde Wort zu verzichten.

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(Foto: Angelika Warmuth/dpa)

Ben Becker, 59, Schauspieler, legt großen Wert auf Ordnung. "Bei mir kannst du vom Fußboden essen", sagte er dem privaten Rundfunksender Hit Radio FFH. "Leute, die zu mir kommen, brauchen erst mal Zeit, um zu gucken", so Becker. "Und wenn ich sehe, da steht etwas nicht an seinem Platz, rücke ich es wieder hin."

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