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Höhle in Thailand:Gefangen in der Dunkelheit

Zwölf Jungen und ihr Fußballtrainer sitzen seit zwei Wochen in einer Höhle fest. Angehörige bangen um ihr Leben, Freiwillige leisten Beistand. Am Dienstag soll die Rettung abgeschlossen werden.

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Das erste Bild der zwölf Jungen aus Thailand. Mit ihrem Fußballtrainer sitzen die Jugendlichen seit mehr als zwei Wochen etwa vier Kilometer tief in der Höhle Tham Luang im Norden Thailands fest - gefangen in Dunkelheit, Kälte und Nässe.

Thailand Höhle

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Nach neun Tagen wurden sie gefunden, nun läuft die Rettungsaktion auf Hochtouren. Am Sonntag wurden vier Jungs aus der Höhle gebracht. Dann wurde der Einsatz zunächst unterbrochen, um die Atemluftvorräte entlang der fast vier Kilometer langen Strecke zu erneuern. Zudem sollten die Taucher die Möglichkeit bekommen, neue Kraft zu schöpfen. Am Montag ging es weiter.

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Weitere vier Jugendliche wurden in Sicherheit gebracht. Am Dienstag soll die Rettung abgeschlossen werden. Die Aktion in der weit verzweigten und wenig erforschten Höhle gilt als äußerst gefährlich: Selbst die professionellen Retter benötigten fünf bis sechs Stunden, um vom Zufluchtsort der Jungen aus durch teils extrem enge Gänge zum Ausgang zu gelangen, vorbei an scharfkantigen Felsen und durch überflutete Passagen.

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Zudem drängt die Zeit: Nachdem zunächst das Wasser so weit wie möglich aus der überfluteten Höhle abgepumpt worden war, regnet es jetzt in Provinz Chiang Rai, wo die Tham-Luang-Höhle liegt, wieder.

Water are pumped out from Tham Luang cave complex in the northern province of Chiang Rai

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Der Regen könnten auch die Pegel in der Höhle wieder steigen lassen. Auch der steigende Kohlendioxid-Gehalt in der Hohlkammer, in die sich das Team gerettet hatte, bereitet den Helfern Sorgen.

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Titan, 11 Jahre alt, ist der jüngste der zwölf Jungen. In der Schule des Kindes haben seine Schulkameraden Wünsche aufgehängt, es ist ein Mosaik aus gelben und pinkfarbenen Stickern geworden. "Bleib stark" und "Gib nicht auf", steht hier.

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Und: Du bist in unseren täglichen Gebeten. Die vier bereits geretteten Jungen bekamen vor ihrem Tauchgang starke Medikamente. "Die Jungs standen unter Beruhigungsmitteln, damit sie nicht in Panik gerieten", sagte der dänische Taucher Ivan Karadzic dem dänischen Rundfunk.

Rescue workers rest inside Tham Luang cave complex in the northern province of Chiang Rai

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Mitglieder eines Rettungsteams rasten innerhalb des Höhlenkomplexes. Der Weg aus der überschwemmten Tham-Luang-Höhle ist selbst für erfahrene Taucher kräftezehrend, zahlreiche Engstellen müssen bei sehr schlechten Sichtverhältnissen passiert werden.

An honour guard hold up a picture of Samarn Poonan, 38, a former member of Thailand's elite navy SEAL unit who died working to save 12 boys and their soccer coach trapped inside a flooded cave as family members weep at a airport, in Rayong province

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Wie gefährlich die Aktion sein kann, mussten die Rettungskräfte selbst erfahren. Beim Versuch, Sauerstoffkanister auf der Route zu deponieren, starb am Freitag ein 38-jähriger Taucher aus Thailand.

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Vor der Höhle bangen zahlreiche Menschen um das Leben ihrer Angehörigen. Beistand erfahren sie von vielen freiwilligen Helfern, aber auch von buddhistischen Mönchen und Nonnen.

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Taucher überbrachten den wartenden Angehörigen bereits handschriftliche Botschaften aus der Höhle. "Macht euch keine Sorgen, wir sind alle stark", heißt es in dem Brief, Der Trainer bat die Familien seiner Schützlinge um Verzeihung und versprach, sich bestmöglich um die Jungen zu kümmern.

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Plastikstühle ersetzen das Bett: Ein Mitglied des Rettungsteams legt erschöpft eine Pause ein.

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Medien aus allen Teilen der Welt haben sich vor dem Zugang zum Höhlenkomplex postiert, das Militär hat den Eingang inzwischen abgeriegelt.

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Freiwillige kümmern sich um die Versorgung der vielen Rettungsteams, die aus ganz Thailand aber auch aus anderen Ländern wie Australien, Großbritannien und den USA angereist sind.

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Um den Berg mit der Höhle - er heißt Doi Nang Non, "Hügel der liegenden Frau - ranken sich viele Geschichten. Auch eine Art thailändische Variante von Romeo und Julia. Sie ist die Tochter eines Königs, er ein Pferdknecht, beide verlieben sich ineinander, der Standesunterschied verbietet die Liason, so flieht das verbotene Paar in die Berge, sie finden Schutz in der Höhle, doch die Armee des Vaters verfolgt sie, Soldaten töten den Pferdeknecht. Die Trauer der Prinzessin darüber ist so groß, dass sie sich daraufhin das Leben nimmt. Seither liegt sie dort und, so der Mythos, ihr Blut fließt als Wasser durch die Höhle und auch ihr Geist soll noch dort sein.

© SZ.de/dpa/AFP/Reuters/dd/sih/sih

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