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Festnahme in Leipziger Mordfall:Leiche zerstückelt - Verdächtiger gefasst

Mehr als drei Monate war er auf der Flucht, jetzt klickten die Handschellen: Ein wegen Mordverdachts gesuchter Mann aus Leipzig ist in Kassel festgenommen worden. Der 23-Jährige soll einen Gleichaltrigen getötet und die Leiche zerstückelt haben.

Im Fall der zerstückelten Männerleiche, die in Leipzig aufgefunden wurde, hat die Polizei den 23 Jahre alten Benjamin H. festgenommen. Der Mann, nach dem seit März gefahndet wurde, sei in Kassel gefasst worden, sagte eine Sprecherin der Polizei in Leipzig. Sie bestätigte damit einen Bericht der Dresdner Morgenpost. Demzufolge soll sich der Verdächtige bei einem Bekannten in der hessischen Stadt versteckt haben. Weitere Einzelheiten wollte die Polizei im Laufe des Tages bekanntgeben.

Verdächtiger Benjamin H.

Benjamin H. soll sich bei einem Bekannten in Kassel versteckt haben.

(Foto: dapd)

Benjamin H. gilt als dringend verdächtig, den 23 Jahre alten Jonathan H. ermordet und dann zerstückelt zu haben. Die Leichenteile waren Anfang November am und im Flußbett der Elster in Leipzig entdeckt worden. Bis heute wurde der Kopf der Leiche nicht gefunden.

Als die Ermittler ihre Suche nach dem Täter auf den Freundes- und Bekanntenkreis von Jonathan H. konzentrierten, geriet auch Benjamin H. ins Visier der Fahnder. Er tauchte Ende vergangenen Jahres unter, am 24. Februar erging Haftbefehl. Nachdem die Öffentlichkeitsfahndung zunächst keine Ergebnisse brachte, wurde eine Belohnung in Höhe von 5000 Euro für Hinweise ausgelobt, die zur Ergreifung des Flüchtigen führen.

Nach dem Fund der Leiche hatte es zahlreiche Spekulationen um mögliche Hintergründe gegeben. So wurde berichtet, die Tat habe sich möglicherweise im Homosexuellenmilieu ereignet, anderen Mutmaßungen zufolge soll es einen satanistischen Hintergrund geben. Dies wurde jedoch von Polizei und Staatsanwaltschaft zurückgewiesen.

© Süddeutsche.de/dapd/dpa/jobr

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