Fall Trayvon Martin Todesschütze plädiert auf "nicht schuldig"

Im Fall des erschossenen Teenagers Trayvon Martin hat sich der Angeklagte George Zimmerman vor Gericht "nicht schuldig" bekannt. Der Anwalt des auf Kaution freigelassenen Verdächtigen gab außerdem an, sein Mandant sorge sich um seine Sicherheit.

Nach den Schüssen auf einen schwarzen Teenager in Florida hat der Angeklagte Medienberichten zufolge auf "nicht schuldig" plädiert. Wie der Sender CNN berichtete, habe dessen Anwalt zudem beantragt, dass der tatverdächtige Wachmann George Zimmerman nicht persönlich bei der Anklageverlesung am 8. Mai erscheinen muss.

George Zimmerman gibt an, den 17-jährigen Trayvon Martin in Notwehr erschossen zu haben.

(Foto: dpa)

Derweil bleibt der zuständige Polizeichef Bill Lee zunächst doch im Amt. Nach dem Skandal um die Schüsse auf den unbewaffneten Teenager in der Ortschaft Sandford hatte Lee seinen Rücktritt angeboten. Medienberichten zufolge lehnte das städtische Komitee dies jedoch ab.

Der spanisch-stämmige Zimmerman soll Ende Februar 17 Jahre alten Schwarzen Trayvon Martin bei einer Patrouille in einem Weißen-Viertel erschossen haben. Zimmerman beruft sich auf Notwehrgesetze. Erst Anfang des Monats - nach einer landesweiten Welle der Empörung - wurde er wegen Mordes angeklagt. Vergangene Woche hatte sich der Angeklagte im Gerichtssaal bei den Eltern des Opfers entschuldigt.

Zimmerman macht sich Sorgen um seine Sicherheit

Seit Montag ist der spanisch-stämmige Zimmerman gegen Kaution von 150.000 Dollar (etwa 114.000 Euro) und unter schweren Sicherheitsauflagen bis zur Verhandlung auf freiem Fuß. Wo er sich aufhält, ist nicht bekannt.

Sein Verteidiger erklärte, dass sich der 28-Jährige bis zum Prozess wahrscheinlich weiterhin vor der Öffentlichkeit verbergen werde, wie er es bereits vor seiner Festnahme getan hatte.

"Ihm geht es gut. Er ist froh, draußen zu sein", sagte Zimmermans Anwalt Mark O'Mara gegenüber CNN. Zimmerman mache sich aber Sorgen um seine Sicherheit. Der 28-Jährige sei nun "auf sich alleine gestellt", stehe nicht unter Polizeischutz und wechsele zwischen mehreren geheimen Unterkünften hin und her. Zimmerman hatte wegen Martins Tod Morddrohungen erhalten.