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Espelkamp:Mutmaßlicher Todesschütze festgenommen

Zwei Tote nach Schüssen in Espelkamp

Bei der Polizei in Espelkamp ging am Donnerstagvormittag ein Notruf ein: Es seien Schüsse gefallen.

(Foto: Lino Mirgeler/dpa)

In der nordrhein-westfälischen Stadt Espelkamp werden eine Frau und ein Mann getötet. Später nimmt die Polizei einen Tatverdächtigen in einem nahegelegenen Ort in Niedersachsen fest.

Nach den tödlichen Schüssen in der Stadt Espelkamp in Nordrhein-Westfalen hast die Polizei einen Tatverdächtigen festgenommen. Demnach stammt der Mann aus Diepenau in Niedersachsen, wo er auch gefasst wurde. Der Zugriff soll ohne Komplikationen vollzogen worden sein. Nach Angaben eines dpa-Reporters hatten Spezialkräfte der Polizei am Nachmittag das Haus umstellt. Der Ort liegt rund zehn Kilometer von den Tatorten in Espelkamp entfernt.

Zuvor hatte die Polizei bekannt gegeben, dass zwei Menschen erschossen worden waren. Vormittags sei gegen 11.15 Uhr ein Notruf eingegangen, dass in der Innenstadt von Espelkamp mehrere Schüsse gefallen seien, sagte ein Polizeisprecher zur Süddeutschen Zeitung am Nachmittag.

Die Beamten hätten im Bereich eines Wohnhauses eine Person mit Schussverletzungen aufgefunden, und unweit, in einer Seitengasse eine weitere Person, sagte der Sprecher. Die beiden Orte seien keine hundert Meter von einander entfernt gelegen. "Der Rettungsdienst konnte nichts mehr für die beiden Personen tun", hieß es.

Während die Ermittler in den ersten Minuten nach der Tat eine Amoklage befürchteten, gingen sie wenig später von einem Tötungsdelikt aus. Ob und wie Täter und die beiden Getöteten - ein Mann und eine Frau - sich kannten, blieb zunächst unklar. Zum Täter machte die Polizei zunächst keine Angaben. Aus ermittlungstaktischen Gründen hielten sich die Behörden zurück, sagte der Sprecher.

Eine Mordkommission der Bielefelder Polizei habe darauf die Ermittlungen übernommen, hieß es. "Wir arbeiten auf Hochtouren."

Espelkamp, eine 25 000-Einwohner-Stadt, befindet sich im Nordosten von NRW. Polizeikräfte aus der ganzen Region waren zusammengezogen worden, um den Tatverdächtigen zu suchen. Auch ein Spezialeinsatzkommando (SEK) befand sich im Einsatz.

© SZ/dpa/saul/odg
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