USA Starkes Erdbeben erschüttert Süden Alaskas

Eine aufgerissene Straße nach dem Erdbeben.

(Foto: REUTERS)

Der Süden Alaskas ist von einem Erdbeben der Stärke 7,0 getroffen worden. Den Behörden zufolge gab es "erhebliche Schäden" an der Infrastruktur.

Ein starkes Erdbeben hat am Freitag den Süden Alaskas erschüttert und in der Großstadt Anchorage Gebäude erzittern lassen. Die US-Erdbebenwarte USGS gab die Stärke zunächst mit 6,6 an, der US-Wetterdienst sprach von 7,0. Das Zentrum des Bebens wurde nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS rund 12 Kilometer nördlich von Anchorage registriert. Es ereignete sich demnach in 43 Kilometern Tiefe. Die Behörden gaben vorsorglich eine Tsunamiwarnung für einige Teile der Südküste heraus, diese wurde später zurückgezogen.

Laut einem Bericht der Zeitung Anchorage Daily News erschütterte das Beben Gebäude in der Stadt heftig. Auf Fernsehaufnahmen waren geborstene Fensterscheiben zu sehen. Es gab Berichte über Stromausfälle, Gebäude schwankten, in Straßen entstanden Risse. Es gebe "erhebliche Infrastrukturschäden", teilte die Polizei am Freitag mit. "Viele Häuser und Gebäude sind beschädigt. Viele Straßen und Brücken sind geschlossen", hieß es in der Mitteilung weiter.

Auf der Insel Kodiak wurden die Bewohner von der Polizei aufgefordert, sich in höhere Lagen zu begeben. Die Erdstöße waren bis ins 560 Kilometer entfernte Fairbanks zu spüren. Über Verletzte gab es keine Berichte. Die knapp 1300 Kilometer lange Trans-Alaska-Erdölleitung wurde sicherheitshalber abgeschaltet. Meldungen über Schäden lägen nicht vor, sagte die Sprecherin der Wartungsgesellschaft Alyeska, Michelle Egan. US-Präsident Donald Trump wurde beim G20-Gipfel in Argentinien über die Lage in Alaska unterrichtet.

In Alaska kommt es wegen des Zusammentreffens tektonischer Platten immer wieder zu Erdbeben. Das stärkste seit Beginn der Aufzeichnungen - mit einem Wert von 9,2 - ereignete sich 1964 östlich von Anchorage. Rund 130 Menschen kamen damals ums Leben.