Amtseinführung von Papst Franziskus Von der Berufung, einander zu behüten

Papst Franziskus Hunderttausende jubeln Franziskus zu Bilder

Die Amtseinführung im Fototicker

Hunderttausende jubeln Franziskus zu

Der Papst ganz nah: Erst fuhr er im offenen Papamobil durch die Menge auf dem Petersplatz, dann wurde Franziskus unter den Augen der jubelnden Pilger in einem feierlichen Gottesdienst in sein Pontifikat eingeführt. Doch auch ein umstrittener Besucher mischte sich unter die Gläubigen.

Papst Franziskus ist bei einem feierlichen Gottesdienst offiziell in das höchste Amt der katholischen Kirche eingeführt und zum obersten Menschenfischer gemacht worden. In seiner Predigt sprach er von der "wahren Macht": dem Dienst an den Gläubigen - und von der menschlichen Berufung, sich gegenseitig zu achten und zu beschützen.

Die Ereignisse des Vormittags zum Nachlesen im Newsblog. Von Jana Stegemann und Lena Jakat

Hochrangige Politiker aus aller Welt sind gekommen, um dem neugewählten Papst die Ehre zu erweisen. Bei einem großen Gottesdienst auf dem Petersplatz sind dem früheren Erzbischof von Buenos Aires, Jorge Mario Bergoglio, die Insignien der päpstlichen Macht übergeben worden: der Fischerring und das Pallium, ein ringförmig geschlossener Schal aus Lammwolle, in den Seidenkreuze gestickt sind. In seiner Predigt stellt sich Franziskus in die Tradition des heiligen Josef als stiller, starker und zärtlicher Beschützer Jesu. Den Wortlaut seiner Ansprache finden Sie hier.

Die Ereignisse des Vormittags zum Nachlesen.

07:50 Uhr Gläubige strömen zum Petersplatz

Im Morgengrauen haben die Sicherheitskräfte des Vatikans die Absperrgitter am Petersplatz geöffnet. Seitdem strömen Priester, Nonnen, Laien auf den großen Platz. Wenn politische Würdenträger aus der ganzen Welt Franziskus' Amtseinführung feiern, wollen die Pilger diesen historischen Moment ebenfalls miterleben. 250.000 Menschen erwartet der Vatikan für den Vormittag auf dem Petersplatz. 

08:18 Uhr Fischerring symbolisiert Nachfolge Petri

Auf die populären Insignien Benedikts XVI., die roten Schuhe, hat Franziskus bislang verzichtet. 

Auf die populären Insignien Benedikts XVI., die roten Schuhe, hat Franziskus bislang verzichtet. 

(Foto: REUTERS)

Neben dem Pallium, einem Kragen aus der Wolle zweier eigens dafür gesegneter Lämmer, wird dem Papst während der Messe im Petersdom der Fischerring überreicht. Kardinaldekan Angelo Sodano wird Franziskus das Insigne aus vergoldetem Silber übergeben. Der italienische Künstler Enrico Manfrini hat das Schmuckstück nach Entwürfen gefertigt, die ursprünglich für den Sekretär von Papst Paul VI. angefertigt worden waren. Der Ring zeigt Petrus mit den Schlüsseln zum Reich Gottes und erinnert nach der katholischen Kirchentradition daran, dass Petrus ein Fischer war, bevor er zum Apostel wurde. 

08:37 Uhr Merkel, Lammert und Kretschmann im Vatikan

Die Bundesrepublik ist gleich dreifach bei dem Festakt vertreten: Neben Bundeskanzlerin Merkel sind auch Bundestagspräsident Norbert Lammert und Winfried Kretschmann in den Vatikan gereist. Kretschmann ist nicht unmittelbar in seiner Funktion als Ministerpräsident Baden-Württembergs, sondern als gerade amtierender Bundesratspräsident mit dabei. 

08:42 Uhr Feiern auch in Buenos Aires

Tausende feierten schon in der Nacht zum Dienstag in Buenos Aires.

Tausende feierten schon in der Nacht zum Dienstag in Buenos Aires.

(Foto: dpa)

In Franziskus' Heimat haben sich am Tag seiner Amtseinführung zahlreiche Menschen zu Feiern im Stadtzentrum versammelt. Vor der Kathedrale von Buenos Aires tanzten und sangen die Menschen in der Nacht zum Dienstag, später wollen sie die Amtseinführung des Papstes aus Argentinien auf einer Großleinwand verfolgen. In der Kathedrale an der zentralen Plaza de Mayo hatte Jorge Mario Bergoglio, der vergangene Woche zum neuen Oberhaupt der katholischen Kirche gewählt worden war, regelmäßig Messen abgehalten.  "Wir erwarten einen vollen Platz, wie wenn ein Sieg bei der Weltmeisterschaft gefeiert wird", sagte ein Sprecher des Erzbischofs von Buenos Aires. 

08:54 Uhr Papst begrüßt die Gläubigen

Durch ein Meer aus Menschen und Fahnen fährt Franziskus im Papamobil über den Petersplatz. Menschen schwenken Flaggen aus Argentinien, aus Südafrika, Australien oder Deutschland. Franziskus verlässt sein Fahrzeug, um Menschen die Hände zu schütteln, sie zu küssen, einem Kranken die Hand aufzulegen. Die Menschen rund herum jubeln. Und auch Petrus ist seinem Nachfolger an diesem Dienstagmorgen in Rom gnädig: Die Frühlingssonne taucht den Petersplatz in warmes Licht.

09:00 Uhr Gläubige feiern Franziskus' Volksnähe

In seinen ersten Tagen als Oberhaupt der Weltkirche hat Franziskus immer wieder signalisiert, dass er bescheiden sein will, nah an den Gläubigen und weit weg von Prunk und Protz. Er holte sein Gepäck selbst aus dem Gästehaus Santa Marta ab und bezahlte sogar die Rechnung selbst, nahm beim Angelusgebet am Sonntag ein spontanes Bad in der Menge, trat in einer einfachen Soutane und mit schwarzen, unauffälligen Schuhen auf. Auch an diesem Morgen verlässt er den offenen weißen Jeep, mit dem er über den Petersplatz gefahren wird - eine neue Herausforderung für die Sicherheitsleute. Straßen und Plätze rund um den Petersdom sind gesperrt, U-Bahn-Fahren ist gratis, 3000 Polizisten sind im Einsatz. Allen soll es möglich gemacht werden, zu den Feierlichkeiten zu kommen. 

09:17 Uhr Journalisten drängen sich auf Kolonnaden über dem Petersplatz

Seit den frühen Morgenstunden haben sich Medienleute aus aller Welt auf den Kolonnaden versammelt. ZDF-Korrespondent Stefan Leifert twitterte das Foto eines Baustellenaufzugs, mit dem Journalisten auf den Säulengang gebracht werden. Jetzt drängen sich zwischen 144 Heiligenstatuen Hunderte Berichterstatter auf der Brüstung des Säulengangs, der die Grenze zwischen römischem Stadtgebiet und Vatikan markiert. AP-Korrespondentin Patricia Thomas verbreitete per Twitter ein Bild des Getümmels

09:24 Uhr Messe beginnt im Petersdom

Seine Vorgänger wurden oft auf einem goldenen Thron durch den Dom von Sankt Peter getragen, Franziskus geht zu Fuß zum Grab Petri. Kein Gold, keine aufwendigen Gewänder schmücken den 76-Jährigen, als er auf der Bank vor dem Schrein zum stillen Gebet niederkniet. Er hat sein Credo der Einfachheit selbst in dieser feierlichsten Stunde und im Prunk der Umgebung bewahrt. Die zehn Oberhäupter der Ostkirchen, die Franziskus an das Grab Petri begleitet haben, sind wesentlich prunkvoller ausstaffiert als ihr oberster Hirte.

09:29 Uhr In Zweierreihe auf den Petersplatz

In feierlicher Prozession strömen die Kardinäle der Welt auf den Petersplatz.

In feierlicher Prozession strömen die Kardinäle der Welt auf den Petersplatz.

(Foto: AFP)

Angeführt von den Kardinälen der Welt, die in einer Zweierreihe getragenen Schrittes unter der gewaltigen Kuppel des Petersdoms - mit einem Durchmesser von gut 42 Metern das größte freitragende Ziegelbauwerk überhaupt - durchschreiten, macht sich Franziskus auf den Weg nach draußen auf den Petersplatz. An der Spitze der Prozession werden Pallium und Fischerring ihm voraus getragen. 

09:37 Uhr Gottesdienst im Livestream

Falls Sie den feierlichen Gottesdienst selbst live im Bewegtbild verfolgen möchten: Hier geht es zum Livestream der Veranstaltung, den das vatikanische Presseamt zur Verfügung stellt. 

09:39 Uhr Franziskus erhält Pallium

(Foto: REUTERS)

Kardinalprotodiakon Jean-Louis Tauran, jener Mann, der vergangenen Mittwoch den neuen Papst der Welt vorstellte, legt Franziskus das Pallium an. Der Wollkragen steht theologisch für den Hirten, der auszog, um ein entlaufenes Schaf zu suchen. Es wird aus der Wolle zweier Lämmer gefertigt, die speziell ausgewählt und im Vorjahr am Tag der Heiligen Agnes vom Papst gesegnet werden. Vier der sechs eingestickte Kreuze symbolisieren die vier Kardinaltugenden, die beiden Kreuze auf den herabhängenden Enden die vita activa und vita contemplativa. Wie die Catholic News Agency berichtet, trägt Franziskus das Pallium seines Vorgängers Benedikt XVI.

09:53 Uhr Sodano überreicht Fischerring

(Foto: AFP)

Kardinaldekan Angelo Sodano überreicht Franziskus, der inzwischen draußen auf dem Petersplatz unter einem Baldachin auf dem Thron Platz genommen hat, den Fischerring. Dieser Ritus markiert den offiziellen Beginn des Pontifikats. Das Schmuckstück, das den Fischer und späteren Apostel Petrus zeigt, wurde auf Wunsch des 266. Papstes aus vergoldetem Silber, nicht aus Gold, gefertigt. 

10:04 Uhr Auftritt vor Hunderttausenden

Es dürfte das größte Publikum sein, vor dem er je singen wird: Bei der Messe auf dem Petersplatz tritt ein kleiner Junge als Kantor auf. Vor etwa 250 Erzbischöfen und Bischöfen, vor politischen Würdenträgern und etwa 100.000 Pilgern tritt er ans Mikrofon, seine Stimme ertönt über dem riesigen Platz. Das Programm des Gottesdienstes ist äußerst umfangreich: ZDF-Korrespondent Stefan Leifert zufolge hat das Programmheft 118 Seiten

10:18 Uhr Im Namen des heiligen Josef

Die Liturgie der Messe folgt den Texten zum Fest des heiligen Josef. Der Ehemann der Gottesmutter Maria wird in der katholischen Kirche immer am 19. März gefeiert. In seiner Predigt spricht Franziskus von Josef als Bewahrer und Behüter des ihm anvertrauten Gottessohnes - und schlägt wieder den Bogen zu Demut und Bescheidenheit im Glauben: Der Papst spricht darüber, wie sich Josef in seiner Rolle als zärtlicher und doch starker Beschützer stets im Hintergrund hielt, nie auf Privilegien pochte.

10:27 Uhr Lang vermisste und weniger willkommene Gäste

Es ist ein historischer Schritt: Mit Bartholomäus I. ist erstmals seit der großen Kirchenspaltung vor fast 1000 Jahren ein orthodoxer Patriarch von Konstantinopel nach Rom gekommen. "Das ist Ausdruck der Brüderlichkeit zwischen den Kirchen", sagte der Sprecher des Patriarchen. Höchst umstrittener Besucher dagegen: der Präsident von Simbabwe, Robert Mugabe. Wegen Verletzung der Menschenrechte und Wahlmanipulationen darf er nicht in die EU einreisen - trotzdem kam er bereits am Sonntag nach Rom. Vatikan-Sprecher Federico Lombardi hatte im Vorfeld gesagt, dass der Kirchenstaat zur Amtseinführung keine Einladungen versandt, sondern nur über das Ereignis informiert hätte. "Wer will, kommt, und wer kommt, ist herzlich willkommen."

10:27 Uhr Die wahre Macht

(Foto: AFP)

"Die wahre Macht", sagt Franziskus bei seiner Predigt über das höchste aller Kirchenämter, "ist der Dienst". Und meint damit den Dienst an den Gläubigen. "Nur jene, die mit Liebe dienen, sind fähig, zu beschützen", sagt der Oberhirte. Er ruft die Gläubigen zur Bewahrung der Schöpfung, zur Achtung vor jedem Geschöpf Gottes und der Umwelt auf - ganz in der Tradition des heiligen Franziskus, dessen Namen er wählte. "Lassen wir nicht zu, dass Zeichen der Zerstörung und des Todes den Weg dieser unserer Welt begleiten", ruft Franziskus der Menge auf dem Petersplatz zu.

10:35 Uhr Internationale Fürbitten

Nacheinander treten junge Menschen ans Mikrofon auf dem Petersplatz und tragen die Fürbitten vor - in russischer, französischer, arabischer, chinesischer Sprache und auf Suaheli. Ein Symbol für die globale Dimension dieser 1,2 Milliarden Mitglieder starken Organisation, der Franziskus nun vorsteht. 

10:42 Uhr Friedensgruß über die Kirchenspaltung hinweg

Zum ersten Mal seit der Kirchenspaltung vor fast einem Jahrtausend ist der Ökumenische Patriarch Bartholomäus I. von Konstantinopel nach Rom gekommen. Zum Friedensgruß reicht ihm Papst Franziskus die Hand. 

10:59 Uhr 500 Priester verteilen Kommunion

Die gelb-weißen Schirme sollen sie nicht vor der Sonne schützen, sondern sie weithin sichtbar machen: 500 Priester strömen auf dem Petersplatz aus, um die Kommunion an die Gläubigen zu verteilen. Die Angaben darüber, wie viele gekommen sind, gehen auseinander. Die meisten Quellen berichten von mehr als 100.000 Menschen, erwartet wurden 250.000 bis 500.000. Die Reporterin der ARD sagt, die Polizei habe eine Million Menschen gemeldet. 

11:08 Uhr Franziskus' Predigt im Wortlaut

"Die Berufung zum Hüten", hat der Papst in seiner Ansprache gesagt, "geht jedoch nicht nur uns Christen an; sie hat eine Dimension, die vorausgeht und die einfach menschlich ist, die alle betrifft. Sie besteht darin, die gesamte Schöpfung, die Schönheit der Schöpfung zu bewahren, wie uns im Buch Genesis gesagt wird und wie es uns der heilige Franziskus von Assisi gezeigt hat: Sie besteht darin, Achtung zu haben vor jedem Geschöpf Gottes und vor der Umwelt, in der wir leben. Die Menschen zu hüten, sich um alle zu kümmern, um jeden Einzelnen, mit Liebe, besonders um die Kinder, die alten Menschen, um die, welche schwächer sind und oft in unserem Herzen an den Rand gedrängt werden." Den Wortlaut der Predigt in einer von Radio Vatikan verbreiteten Übersetzung finden Sie hier

11:22 Uhr Abschied zu Füßen der Gottesmutter

Zum Ende der Messe im Namen des heiligen Josef verharrt der Pontifex einige Augenblicke zu Füßen von dessen Frau, der Gottesmutter Maria. 

Zum Ende der Messe im Namen des heiligen Josef verharrt der Pontifex einige Augenblicke zu Füßen von dessen Frau, der Gottesmutter Maria. 

(Foto: dpa)

Nachdem er die Menschenmassen gesegnet und in den sonnigen römischen Frühlingstag entlassen hat, verweilt Franziskus noch einige Momente vor einer Statue der Gottesmutter Maria. Es ist ein letzter Moment des Innehaltens, bevor der Papst den Kardinälen zurück in den Petersdom folgt, wo er die Glückwünsche der Ehrengäste aus aller Welt entgegennimmt. Im Anschluss wird es ein feierliches Essen im Gästehaus Santa Marta geben, wo die Papstwähler während des Konklaves residierten. 

11:30 Uhr Messe endet mit Lobgesang

Zum Gesang des Sanctus endet der feierliche Gottesdienst zur Amtseinführung des neugewählten Papstes. Vor dem Grab des heiligen Petrus, wo vor zwei Stunden die Messe begann, nimmt Franziskus die Glückwünsche der Ehrengäste entgegen. Vertreter von 132 Staaten und internationalen Organisation sind für den Festakt nach Rom gereist. 

12:02 Uhr Die Welt macht ihre Aufwartung

Noch gibt es kaum Bilder aus dem Inneren des Petersdoms, wo Franziskus am Grab des heiligen Petrus steht und Hand um Hand um Hand schüttelt. Korrespondenten internationaler Medien und christlicher Nachrichtenagenturen berichten per Twitter von dem Glückwunsch-Marathon. Irlands Präsident Michael D. Higgins, der mexikanische Staatschef Enrique Peña Nieto, Simbabwes Diktator Robert Mugabe und US-Vizepräsident Joe Biden geben Franziskus die Hand.

12:30 Uhr Merkel: "Franziskus' Sprache ist bewegend"

Angela Merkel, die gemeinsam mit Bundestagspräsident Norbert Lammert und Bundesratspräsident Winfried Kretschmann nach Rom gereist ist, hat die Amtseinführung offenbar genossen. ZDF-Korrespondent Stefan Leifert zitiert die Bundeskanzlerin auf Twitter mit den Worten: "Seine (Franziskus', Anm.) verständliche, einfache Sprache ist bewegend." 

12:37 Uhr Überraschungsanruf in Argentinien

Auf dem Petersplatz sind am Morgen von Franziskus' Amtseinführung viele argentinische Flaggen zu sehen.

Auf dem Petersplatz sind am Morgen von Franziskus' Amtseinführung viele argentinische Flaggen zu sehen.

(Foto: REUTERS)

Der erste Papst aus Lateinamerika hat seine Anhänger zu Hause in Argentinien am frühen Morgen mit einem Anruf überrascht. Um 3.30 Uhr Ortszeit wandte sich Franziskus an die etwa 200.000 auf der Plaza de Mayo in Buenos Aires, die sich dort versammelt hatten, um die Einführungsfeierlichkeiten auf Großbildleinwand zu verfolgen. "Danke, dass ihr betet, danke für eure Gebete, die ich sehr brauche", zitiert Reuters aus der Telefonbotschaft des Pontifex.

12:44 Uhr Vorsitzender der Bischofskonferenz warnt vor überzogenen Erwartungen

Viele Vorschusslorbeeren sind Papst Franziskus in den vergangenen Tagen entgegengebracht worden; vor allem für seine bescheidenen und demütigen Gesten wurde der Pontifex gefeiert. Robert Zollitsch, Chef der deutschen Bischofskonferenz, warnt jedoch vor überhöhten Erwartungen: "Vielerorts werden schon Forderungen an den Papst formuliert, was jetzt alles passieren müsse", sagte der Freiburger Erzbischof. Es sei aber nicht richtig, Franziskus "mit unseren Erwartungen" zu "überfrachten". Der Papst brauche "die notwendige Zeit", um "die anstehenden Entscheidungen vorzubereiten und zu treffen".  Vor dem Papst liege nun "viel Arbeit". 

12:59 Uhr Kardinäle und Mitarbeiter grüßen Franziskus

Ein Kardinal nach dem anderen fällt vor dem Pontifex auf die Knie und küsst den Fischerring, dieses Symbol der Macht, das Franziskus erst seit gut einer Stunde am Finger trägt. Manche umarmen ihren höchsten Chef. Auf TV-Bildern wirkt es, als würde viel gescherzt: Franziskus lächelt und lacht immer wieder. Anschließend folgen die engsten Mitarbeiter des vatikanischen Staatssekretariats mit ihren Glückwünschen. 

13:06 Uhr Offizielle Einführung zu Ende

Als die letzte Hand geschüttelt ist, nimmt Franziskus noch einmal ein spontanes Bad in der Menge, drückt noch mehr Hände, winkt und winkt. Dann verlässt er seinen Platz vor dem Grab Petri. An seiner Seite: Georg Gänswein, Präfekt des Päpstlichen Hauses und Privatsekretär Benedikts XVI. Am Abend schon wird Gänswein wieder mit dem emeritierten Papst in Castel Gandolfo zu Tisch sitzen. Dessen Nachfolger Franziskus hat den Petersdom verlassen. Die Feier zu Beginn seiner Amtszeit ist beendet - jetzt kann die Arbeit beginnen.