bedeckt München 26°

Leute des Tages:Wie Merkel Geschichte lernt

Die Kanzlerin will historische Wissenslücken schließen und Model Chrissy Teigen zeigt Reue für ihre Vergangenheit als weniger nette Person.

NATO summit in Brussels
(Foto: POOL/REUTERS)

Angela Merkel, 66, Bundeskanzlerin, hält nicht viel von ihrem historischen Wissen. "Meine Geschichtsbildung ist nicht so toll, muss ich sagen", sagte sie in einem Online-Gespräch mit Schülern und Lehrern des Gymnasiums in Sanitz bei Rostock. "Ich bin ja in der DDR noch zur Schule gegangen. Da haben wir uns viel mit der Geschichte der Arbeiterklasse befasst, aber nicht so viel mit internationaler Geschichte." Insofern hätte sie da etwas nachzuholen, sagte die CDU-Politikerin. In ihrer Freizeit höre sie deshalb Geschichts-Podcasts.

(Foto: Angela Weiss/AFP)

Christiane Amanpour, 63, US-Journalistin, macht ihre Krebserkrankung publik, um andere Frauen zu ermuntern, sich regelmäßig untersuchen zu lassen. Die Chefkorrespondentin des amerikanischen Nachrichtensenders CNN erklärte vor laufender Kamera, an Eierstockkrebs erkrankt zu sein. "Ich hatte eine erfolgreiche große Operation, um ihn zu entfernen, und unterziehe mich jetzt einer mehrmonatigen Chemotherapie, um die bestmögliche Langzeitprognose zu erzielen, und ich bin zuversichtlich", sagte Amanpour. Zuvor war sie mehrere Wochen lang nicht aufgetreten.

Ausstellung Armin Mueller-Stahl in Lübeck
(Foto: Georg Wendt/dpa)

Armin Mueller-Stahl, 90, Schauspieler, lässt Hollywood abblitzen. "In einem Film mit Denzel Washington sollte ich einen Demenzkranken spielen", sagte Mueller-Stahl den Lübecker Nachrichten. Bei einem anderen Projekt mit Michael Caine sei es um einen britischen und einen deutschen Soldaten während der alliierten Invasion in der Normandie 1944 gegangen. "Es soll eine sehr starke Geschichte sein, aber ich habe sie nicht gelesen", sagte Mueller-Stahl. Keines der Rollenangebote kann ihn wieder vor die Kamera locken. Er habe mit dem Kapitel Film abgeschlossen, sagte er. "Ich will nicht mehr den alten Mann auf der Leinwand sehen."

Chrissy Teigen
(Foto: Evan Agostini/AP)

Chrissy Teigen, 35, Model aus den USA, bereut Verbalattacken aus der Vergangenheit. "Es gibt einfach keine Entschuldigung für meine früheren grausamen Tweets. Meine Zielpersonen haben die nicht verdient", schrieb Teigen auf der Plattform "Medium". Unter anderem hatte sie ein anderes Model aufgefordert, ein "Nickerchen in der Erde" zu machen. Im Mai hatte Teigen erstmals öffentlich um Verzeihung gebeten, nun will sie noch andere Personen, die sie beschimpft hat, kontaktieren. Ihre eigene "Arschloch-Vergangenheit" bereite ihr schmerzhafte Stiche, versicherte sie.

© SZ/dpa/odg/feko
Zur SZ-Startseite
chrissy teigen

SZ-MagazinVorgeknöpft - die Modekolumne
:Das Private ist öffentlich

Chrissy Teigen hat 34 Millionen Instagram-Follower und wird am Weltfrauentag mit den wichtigsten Politikerinnen der USA diskutieren. Ständig fragt sich unsere Stilkolumnistin: Warum eigentlich?

Lesen Sie mehr zum Thema

Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Kontakt und Impressum
  • AGB