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Beschädigtes Containerschiff:"MSC Flaminia" darf in Wilhelmshaven einlaufen

Das bei einem Brand schwer beschädigte Containerschiff "MSC Flaminia" ist vor der Insel Helgoland angekommen. Mehrere Experten haben das Schiff mit Gefahrgut an Bord überprüft. Am Sonntag soll es in Wilhemshaven einlaufen.

Nach einer zweimonatigen Irrfahrt hat das durch einen Brand schwer beschädigte Containerschiff MSC Flaminia Helgoland erreicht. Am Sonntag könne das Schiff bei Tageslicht in Wilhelmshaven einlaufen, teilte ein Sprecher des Havariekommandos in Cuxhaven mit. Der Frachter wird von dem Mehrzweckschiff Neuwerk, zwei Bundespolizeischiffen und einem Seenotkreuzer begleitet.

Havarie der 'Flaminia' wird weit ueber zehn Millionen Euro kosten

Am 14. Juli war an Bord der MSC Flaminia Feuer ausgebrochen, die Brände in den Laderäumen des 289 Meter langen Schiffes wüteten tagelang.

(Foto: dapd)

Am Samstagmorgen wurde der Frachter in Richtung Helgoland geschleppt. 30 Kilometer Westlich der Insel stoppt die Flaminia am Abend, "weil die Einfahrt in Wilhelmshaven aus Sicherheitsgründen nur bei Tageslicht möglich ist", sagte ein Sprecher des Havariekommandos in Cuxhaven.

Nach weiteren Prüfungen an Bord gaben die Experten für die Weiterfahrt des Großfrachters nach Wilhelmshaven grünes Licht, wo er am Sonntag eintreffen soll.

An Bord des mit mehr als 2800 Containern beladenen Schiffs war am 14. Juli auf dem Atlantik ein Feuer ausgebrochen, Teile der Ladung explodierten. Ein Seemann starb, ein Crewmitglied wird seitdem vermisst, drei weitere wurden verletzt. Die Feuer in den riesigen Laderäumen des 289 Meter langen Frachters wüteten tagelang unkontrolliert, letzte Brandnester wurden erst vor kurzem gelöscht.

Atlantik-Anrainerstaaten wie Großbritannien und Frankreich hatten dem Schiff keinen Notliegeplatz zur Verfügung gestellt. Nach wochenlangen Verhandlungen erklärte sich Deutschland als verantwortlicher Flaggenstaat bereit, den Frachter in seine Gewässer schleppen und die Ladung dort bergen zu lassen.