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Wolfratshausen:Gegen Unterdrückung

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(Foto: Hartmut Pöstges)

Das Penzberger Stadtmuseum wird umgebaut. Die Kunstzeche nutzt diesen Umstand zum Kunstprojekt "Zwischenraum". Die Vernissage wurde vergangenen Freitag im Rahmen eines Sommerfests veranstaltet. Die etwa 100 Besucher waren vor allem von der Performance von Maria Berauer begeistert. Während der Eröffnungsrede verharrte die Künstlerin in Ganzkörperverschleierung zunächst in einem Glaskasten, entstieg diesem anschließend, wobei sie das lange, verhüllende Tuch mit sich durch den Raum zog. Im Flamenco-Stil tanzend sang sie dabei "Die Gedanken sind frei". Abschließend schrieb Berauer "Fremd" und "Vertraut" mit einem Kohlestift auf den Boden. Sie wolle damit auf die Unterdrückung der Frau in Teilen der arabischen Welt, aber auch auf alle anderen Menschen aufmerksam machen, deren Gedanken trotz Unterdrückung dennoch frei seien, erklärt Organisatorin Susanne Hanus. Besonders freute sie sich über die 20 bis 30 muslimischen Kinder und Jugendlichen, die an der Vernissage und dem türkischen Buffet teilnahmen. Foto: Hartmut Pöstges

© SZ vom 30.06.2015

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