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Schäftlarner Politik:Bushaltestelle statt Feuerwehrhaus

Von Marie Heßlinger, Schäftlarn

Das alte Feuerwehrhäuschen in Schäflarn soll das werden, was es eigentlich schon lange ist: eine Bushaltestelle. Dem Antrag der CSU hat der Gemeinderat am Mittwoch zugestimmt.

Wenn es regnet, haben die Schäftlarner, die in Neufahrn an der Starnberger Straße auf den Bus warten, einen Trick: Sie klappen das Garagentor des alten Feuerwehrhäuschens auf und stellen sich darunter. So hat es schon Maximilian Urban (CSU) gemacht, wenn er früher auf den Schulbus wartete. Heute ist er 30 und Gemeinderat und setzt sich für jene Mütter und Väter ein, die mit dem Kinderwagen auf die Straße ausweichen müssen, weil das Feuerwehrhaus so weit auf den Gehweg reicht. Er hat dem Gemeinderat vorgeschlagen, das Feuerwehrhaus durch eine richtige Bushaltestelle zu ersetzen.

Das "Alte Feuerwehrhaus" steht seit 1962 in Schäftlarn. Aber schon zwölf Jahre später wurde es durch ein Gerätehaus an der Haarkirchner Straße ersetzt. Fortan diente es als Lager für Burschenverein und Bauhof. Doch seitdem es einen neuen Bauhof gibt, erfüllt es auch diesen Zweck nicht mehr. "Eine Augenweide für das Ortsbild ist das Ding auch nicht", sagte Bürgermeister Christian Fürst (CSU) im Gemeinderat.

Die Feuerwehr habe nichts dagegen, wenn das Haus abgerissen werde, sagte Urban, und der Inhaber des dahinter gelegenen Jägerwirts solle in die Planung einbezogen werden. Mit dem Abriss müsse eine Firma beauftragt werden. "Aber wenn die Erbauer den sinnbildlichen ersten Schlag machen würden, wäre das eine schöne Sache."

© SZ vom 23.04.2021
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