Penzberger Wirtschaft Neues Leben in der Rathauspassage

Miriam Sacher und ihre Schwester Ines Laxmann haben Anfang Juni das Café-Bistro "kostBar" in der Rathauspassage eröffnet.

(Foto: Manfred Neubauer)

Das neue Café-Bistro "kostBar" in Penzberg erweitert das bisherige Angebot um einen kulinarischen Treffpunkt

Von Alexandra Vecchiato, Penzberg

Ein helles, freundliches Ambiente gepaart mit Vintage-Chic - so präsentiert sich das neue Café-Bistro "kostBar" in der Penzberger Rathauspassage an der Karlstraße. Seit Anfang Juni schmeißen Miriam Sacher und ihre Schwester Ines Laxmann den kleinen kulinarischen Treffpunkt in Rathausnähe. Wer hier einkehrt, darf sich auf selbstgebackene Kuchen und Panini freuen sowie auf aromatischen Kaffee. Dass neues Leben in die Rathauspassage eingezogen ist, freut vor allem die Nachbarn von Sacher und Laxmann. "Alles ist sehr gelungen und ansprechend", sagt etwa Rainer Lampka, Chef des gleichnamigen Modehauses.

Ihr sei es sehr wichtig gewesen, dass die Gastronomie in der Passage bleibt, sagt Bürgermeisterin Elke Zehetner (SPD) kürzlich bei einem Pressegespräch. Denn die Fläche hätten gerne auch die Stadtbücherei oder der Florist nebenan für eine Erweiterung übernommen. "Das wollte ich aber nicht", sagt Zehetner. Das Untergeschoss mit Bäckerei, Metzgerei, Feinkost sowie Obst und Gemüse sei für sie die Schmankerlmeile, im Erdgeschoss sei indes vieles vereint, "was Geist und Seele guttut". Neben Stadtbücherei, Musikschule, Volkshochschule, Blumenladen und Modehaus befindet sich dort auch ein Schuhgeschäft sowie eine Wäscherei. "Das Bildungszentrum hat eingeschlagen", betont Zehetner. Nun müssten sich die Mieter um ein gutes Miteinander bemühen. "Ich lade Sie ein, kreativ zu sein", fordert die Bürgermeisterin diese auf. Die sind dabei und erklären sich spontan bereit, das Café-Bistro "kostBar" in ihre Aktivitäten einzubinden. So könnte sich Rainer Lampka vorstellen, seinen Kunden Kaffee-Gutscheine und ähnliches zu schenken.

Katja Wippermann, Leiterin der Penzberger Volkshochschule, schwärmt von dem neuen Ambiente, das ein Unterschied wie Tag und Nacht zum Vorgänger-Bistro sei. Sie könne sich gut vorstellen, dass Kursteilnehmer in der "kostBar" nach Veranstaltungen der Volkshochschule noch zusammenkommen. "Nach den Kursen gibt es oft noch Redebedarf. Das geht besser in einem solchen Ambiente, als in den Seminarräumen."

Wippermann denkt darüber nach, Freitagabend eine Reihe "Philosophie ins Wochenende" zu etablieren, die im Bistro von Sacher und Laxmann stattfindet. Ebenfalls mit kleinen Konzerten mit von der Partie will die Musikschule sein, wie deren Leiter, Johannes Mayer, versichert.

Die originelle Einrichtung mit alten Fensterläden hat übrigens Sachers Ehemann Christian "gebastelt", wie er es nennt. Der 44-jährige Christian Sacher freut sich, bereits nach drei Wochen so viel positive Rückmeldung zu erhalten. Er fiebert den Kooperationen mit den Nachbarn schon eifrig entgegen. Geöffnet hat die Cafébar montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr und am Samstag von 8 bis 13 Uhr. Ob es bei diesen Öffnungszeiten bleiben werde, müsse man sehen, sagt Miriam Sacher. Die 42-Jährige möchte ausprobieren, wie die Penzberger das kleine Lokal annehmen. Ihr Ehemann betont, dass es schon Anfragen gebe, ob am Freitag nicht länger geöffnet sein könnte. "Ausgehen ist in Penzberg ja eher schwierig", sagt der 44-Jährige. Vor allem für den Außenbereich würden von Kunden längere Öffnungszeiten gewünscht. Zur "kostBar" gehört auch ein kleiner Wirtsgarten quasi im Hinterhof des Rathauses.

Eines steht für Bürgermeisterin Elke Zehetner fest: Die neue Cafébar sei eine perfekte Ergänzung zum übrigen Angebot, sagt sie. Und: "Es gibt keine Schmuddelecke in der Rathauspassage." Dass es dort "dodelt", davon könne längst keine Rede mehr sein.