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Penzberger Politik:Stadt prüft Hybridsitzungen

Die Stadt Penzberg prüft, ob künftig sogenannte Hybridsitzungen möglich sind. "Eigentlich sind wir damit ein Jahr zu spät dran", sagte Roman Reis, Geschäftsführer des Penzberger Rathauses, kürzlich im Ausschuss für Verwaltungs-, Finanz- und Sozialangelegenheiten. Wie in vielen Unternehmen seit Beginn der Pandemie üblich, dürfen nun auch Stadt- und Gemeinderatssitzungen online stattfinden. Viele Kommunen setzen dies bereits um. Einen entscheidenden Unterschied zu Firmenkonferenzen gibt es jedoch - Stadtratssitzungen haben meist einen öffentlichen Teil. "Wir haben dann keine öffentliche Sitzung mehr", gab Rüdiger Kammel (Bürger für Penzberg) zu bedenken, Christian Abt (CSU) befürchtete sogar, dass der eine oder andere während der Sitzung abgelenkt sein könnte und womöglich "zu kochen anfängt". Für Regina Bartusch (SPD) funktionieren die coronakonformen Sitzungen in der Stadthalle gut, trotzdem "müssen wir den Gedanken im Kopf behalten, man weiß ja nie". Kerstin Engel wünschte sich einen Probelauf. Die Grünen-Politikerin sieht funktionierende Hybridsitzungen als Schritt auf dem Weg zur Digitalisierung. "Corona ist noch nicht vorbei", gab die Politikerin außerdem zu bedenken. Sie wies darauf hin, dass Virusvarianten den Impffortschritt abbremsen könnten. Der Stadtrat solle die Digital-Sitzungen daher "jetzt ausprobieren, nicht erst im Ernstfall". Bürgermeister Stefan Korpan (CSU) will deren technische Durchführbarkeit nun prüfen lassen.

© SZ vom 17.05.2021 / ZIMP
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