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Penzberg:Neun Lebensromane

Bücherei Penzberg lädt zu "Nacht der lebenden Bücher" ein

Wenn die Stadtbücherei Penzberg zu einer "Nacht der lebenden Bücher" einlädt, bedeutet dies nicht, dass da jemand vor dem Publikum sitzt, der besonders lebendig aus Romanen oder Erzählungen zu deklamieren versteht. Vielmehr sind die Vortragenden gewissermaßen selbst die Bücher: Es handelt sich um Menschen, die über ein besonderes Wissen verfügen, Abenteuerliches erlebt haben oder Interessantes berichten können. Zum zweiten Mal findet eine solche Nacht am Mittwoch, 22. Februar, von 19 Uhr an, in der Räumen der Stadtbücherei statt.

Mit von der Partie sind diesmal: Arzt Dr. Claus Schröder, der als "german doctor" ehrenamtlich in den Slums von Kalkutta gearbeitet hat; Manfred Heissig, ein Koch, der die Prominenz bei der Fußballweltmeisterschaft in Südafrika mit feinen Speisen verwöhnt hat; Karin Lux, eine Lehrerin, die in acht Jahren im Auslandsschuldienst neue Impulse und Begeisterung für ihren Beruf fand. Außerdem kommen Klaus Edenhofer, Hauptlöschmeister bei der Feuerwehr, der von seinen Einsätzen erzählt, und Thomas Bergmann, der als Apotheker und Chemiker seit Jahren für die "Apotheker ohne Grenzen" arbeitet und etliche Katastrophen schon hautnah miterlebt hat. Gönül Yerli, eine Deutsche mit türkischen Wurzeln, berichtet, "warum die Türken so sind, wie sie sind". Pauline Albers-Mitchell, Dozentin für interkulturelle Kommunikation, zeigt, warum Verständigung und Verstehen oftmals so schwierig ist. Autor Stefan König erzählt über seine Erlebnisse in und mit den Bergen, Axel Seip von seinem Leben als Schauspieler, Lehrer, Reporter und Moderator im In- und Ausland.

Alle neun Erzähler sitzen gleichzeitig an verschiedenen Orten in der Bücherei. Dabei seien Diskussionen mit ihnen nicht bloß möglich, sondern gerne gesehen, teilt Büchereileiterin Kathrin Fügener mit. Jeder Besucher können an diesem Abend maximal drei Vortragenden zuhören.

Die Eintrittskarte kostet fünf Euro und ist im Vorverkauf in der Stadtbücherei zu bekommen. Dabei besteht Fügener zufolge auch die Möglichkeit, sich für das Gespräch mit seinen Favoriten vormerken zu lassen.