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ÖPNV:S 7-Ausbau nimmt wieder Fahrt auf

Die Bahn will nächste Woche die geänderten Pläne vorstellen

Für den außenstehenden Beobachter herrschte lange Zeit Stillstand. Doch nun geht es bei der geplanten Verlängerung der S 7 nach Geretsried vorwärts. Mit dem Auslegen der Pläne startet nächste Woche wieder das sogenannte Planfeststellungsverfahren. Am Donnerstag, 16. Januar, will die Deutsche Bahn (DB) die geänderten Pläne in der Loisachhalle in Wolfratshausen vorstellen, eine Woche später, am 23. Januar, dann in den Ratsstuben in Geretsried.

An beiden Terminen wird das zuständige Projektteam von der DB-Netz AG jeweils von 14 Uhr bis 20 Uhr für Fragen zur Verfügung stehen. Jeweils zur vollen Stunde stellen die Experten der Bahn das große Schienenprojekt dann in einem Vortrag vor. Dabei soll auch erläutert werden, wie sich die Pläne im Vergleich zum Stand vor vier Jahren verändert haben. Damals hatte das Planfeststellungsverfahren noch einmal gestoppt werden müssen, nachdem sich abgezeichnet hatte, dass es ohne Tieferlegung der Gleise in Wolfratshausen keine Zustimmung zum Streckenausbau geben wird.

Nach den Informationsveranstaltungen werden die Pläne einen Monat lang offengelegt. In dieser Zeit und bis zwei Wochen nach Offenlegung können betroffene Bürger und Interessensverbände wie der Bund Naturschutz oder Pro Bahn bei der Regierung von Oberbayern Einspruch gegen die Planung erheben. Für Behörden und Kommunen sind solche sogenannten Einwendungen sogar bis zu drei Monate nach der Offenlegung möglich.

Die gut neun Kilometer lange Strecke soll die S-Bahnlinie um drei Stationen verlängern. Neue Haltestellen sind in Gelting, Geretsried-Mitte und Geretsried-Süd geplant. Im Bereich des Wolfratshauser Bahnhofs sollen die Gleise dabei unterirdisch verlaufen. Die Kosten wurden zuletzt auf knapp 170 Millionen Euro geschätzt. Sollte das Planfeststellungsverfahren nicht wieder Lücken in die Planung reißen, so geht die Bahn von einem Baubeginn im Jahr 2024 aus. Der erste Zug nach Geretsried soll dann Ende 2028 fahren.

© SZ vom 10.01.2020 / zif
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