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Lokal handeln:Gemeinsam für den Klimaschutz

Penzberger Aktionsbündnis lädt zu Podiumsdiskussion ein

Wissenschaftlern zufolge tun die führenden Industrie- und Schwellenländer zu wenig für den Klimaschutz. Bei der Gebäudesanierung und beim Verkehr hakt es insbesondere in der Bundesrepublik Deutschland, so das Ergebnis des "Brown-to-Green-Report" der internationalen Initiative Climate Transparency. Wie man dem Klimawandel entgegensteuern und was jeder Einzelne dazu beitragen kann - darum geht es bei der Veranstaltung "Wie geht es anders leben? Informationen und Austausch zur Klimakrise", zu der das Penzberger Aktionsbündnis Klimaschutz am Freitag, 22. November, in das Pfarrzentrum Christkönig einlädt.

Das Aktionsbündnis ist sozusagen das Dach, unter das sich im Juli dieses Jahres die "Fridays for Future"-Bewegung, die Ortsgruppe des Bund Naturschutz, das Interreligiöse Umweltteam, die Fairtrade-Steuerungsgruppe und der Gesprächskreis "Penzberg 2030" zusammengefunden haben. Ziel des Bündnisses ist es, die Klimaneutralität in der Stadt Penzberg zu erreichen. "Wir haben eine gemeinsame Verantwortung", sagt Sprecherin Anette Völker-Rasor. Um dieser Verantwortung gerecht zu werden, müsse erst ein Gemeinschaftsgefühl geschaffen werden. Ein Grundstock soll mit dieser ersten Veranstaltung gelegt werden. Partner konnten die Organisatoren ebenfalls gewinnen. Mit dabei sind das Zentrum für Umwelt und Kultur (ZUK) im Kloster Benediktbeuern und die DAV-Sektion Neuland.

Los geht es am Freitag, 22. November, mit einem "Markt der Möglichkeiten" um 18 Uhr im Pfarrzentrum Christkönig. 14 Aussteller präsentierten sich den Besuchern. Das ZUK thematisiert das klimafreundliche Einkaufen, der Bund Naturschutz zeigt eine Ausstellung zum Thema "Moor" und das Ökomobil Pfaffenwinkel informiert über Carsharing, um nur einige zu nennen. Der Abend soll eine Mischung aus Information, Ausprobieren und Auf-sich-wirken-Lassen sein, sagt Völker-Rasor. "Eine Bildungsveranstaltung in dieser Art hat es in Penzberg noch nicht gegeben."

Um 19.30 Uhr folgt eine Podiumsdiskussion mit Friedemann Zeitler, Experte für energieeffizientes Bauen, Beatrix von Frenckell vom Referat für Klimaschutz in Innsbruck, Bio-Landwirt Josef Westenrieder, Martin Okrslar von der Maro Genossenschaft, Christiane Regauer von der Energiewende Oberland und Bernhard Kerscher, Leiter des Penzberger Gymnasiums.

Dabei ist auch Jakob Ohage von "FFF" Penzberg. Die Jugendlichen sammeln seit einer Demo im September Unterschriften für eine Petition, die das Ausrufen des Klimanotstands in der Stadt zum Ziel hat. Diese Unterschriften sollen an diesem Abend übergeben werden. Aus terminlichen Gründen hat Bürgermeisterin Elke Zehetner (SPD) ihre Teilnahme abgesagt. Was BN-Sprecher Klaus Jäger und Anette Völker-Rasor bedauern. Doch sei bei der Terminfestlegung nicht bekannt gewesen, dass an diesem Abend die SPD ihre Jahreshauptversammlung abhält. Nicht dabei sein will auch die Freie Lokalpolitik Penzberg (FLP). Den Fragen der Bürger stellen werden sich Kerstin Engel (Grüne), Armin Jabs (Bürger für Penzberg), Markus Bocksberger (Penzberg Miteinander) und Stefan Korpan (CSU). Die Organisatoren sind sich einig, dass die Veranstaltung nicht zu Wahlkampfzwecken missbraucht werden soll. "Doch wir brauchen die Aussagen der Politik", sagt Völker-Rasor. Daher dürfen die Lokalpolitiker kurze Statements zum Thema Klimaschutz abgeben.