Freizeit:Neues Angebot für Urlauber

Tölzer-Land-Tourismus bietet Gästen nun die Königs-Card an

Digitaler, mobiler, flexibler und vielseitiger: Mit dem Start der Königs-Card wollen einige Kommunen und Tourismus-Betriebe im Tölzer Land neue Wege gehen. "Wir holen damit etwas nach, was in anderen Regionen längst etabliert ist", sagte Andreas Wüstefeld, Leiter des Tölzer-Land-Tourismus, in einem Pressegespräch und hob dabei auch hervor, dass die Gästekarte und das Zusatzangebot Königs-Card nun mit Leben erfüllt werden sollen. Die beiden Angebote verglich er mit zwei Bühnen: Die elektronische Gästekarte führe das Basisangebot in sieben Kommunen des Tölzer Landes vor - "zentral ist die kostenfreie Nutzung der Linienbusse des RVO für den Gast". Mit der Königs-Card würden hingegen alle Betriebe präsentiert, die Urlauber mit dieser Karte vergünstigt oder auch kostenfrei besuchen können. "Dieses Angebot steht allen Beherbergungsbetrieben sowie touristischen Anbietern im Tölzer Land offen", erklärt Wüstefeld.

Das Portfolio im Landkreis könne sich bereits sehen lassen, findet Matthias Adam, Geschäftsführer der Königs-Card GmbH. Die meisten touristischen Unternehmen wie etwa Bergbahnen oder auch einige Museen seien mit dabei, aber auch kleinere Betriebe hätten sich bereits angeschlossen. Weitere stünden auf der Warteliste. "Mit diesen Angeboten sind zum Beispiel für vierköpfige Familien nicht nur plötzlich Ausflüge preislich erschwinglich, von denen allein einer vorher pro Tag locker einmal 100 Euro gekostet hätte, sondern auch das Schlechtwetterprogramm ist gesichert", sagt Adam. Für die Tourismusbetriebe bringe dies vor allem eine längere Aufenthaltsdauer der Gäste mit sich: Die Verweilzeit lag im vergangenen Jahr im gesamten Tölzer Land bei 4,0 Tagen, die Königs-Card-Betriebe verbuchten hier heuer durchschnittlich 5,7 Tage.

Was die Online-Buchungen betrifft, zeigte sich Holger Lortz, sogenannter "E-Coach" beim Tölzer-Land-Tourismus, für den Landkreis zuversichtlich. Alle 21 Städte und Gemeinden sind inzwischen im Reservierungs- und Buchungssystem von "Feratel Deskline" vertreten. Zuletzt trat auch Bad Tölz bei, nachdem sich der frühere Partner der Kurstadt neu ausgerichtet hatte. "Dass wir dann partnerschaftlich das Angebot von Tölzer-Land-Tourismus nutzen, war uns wichtig", sagt die Tölzer Kurdirektorin Brita Hohenreiter.

"Die Zahlen sind gut", bilanziert Lortz nach lediglich zwei Monaten Tourismusbetrieb in diesem Jahr. Wegen Corona durften Hotels, Pensionen, Freizeiteinrichtungen und andere Anbieter schließlich erst am 21. Mai für Urlauber wieder öffnen. In dieser kurzen Zeit wurden 34 Betriebe in Bad Tölz rund 17 000 Mal von interessierten Gästen online aufgerufen.

© SZ vom 23.07.2021 / sci
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