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Unwetter mit Folgen:Großbrand nach Blitzeinschlag

Nach dem Brand ist von der Scheune nicht mehr viel übrig.

(Foto: Hartmut Pöstges)

Zwei Verletzte nach Feuer auf Beuerberger Bauernhof

Nach einem Blitzeinschlag während des Unwetters ist am späten Samstagabend ein Großbrand auf einem Bauernhof in Beuerberg ausgebrochen. Wie die Polizei berichtet, war laut Augenzeugen gegen 23.35 Uhr ein Heulager mit angrenzendem Wohnhaus in Brand geraten. Das Heulager brannte dabei völlig ab. Die Feuerwehr könnte den Brand aber letztlich löschen, bevor die Flammen auf das Wohnhaus übergreifen konnten. Zwei Personen, ein Bewohner des Hauses und ein Feuerwehrmann, wurden leicht verletzt.

Bei Ausbruch des Feuers befanden sich laut Polizeibericht fünf Menschen in dem Wohnhaus. Ein 64-Jähriger musste mit einer leichten Rauchvergiftung ins Krankenhaus gebracht werden, die anderen Bewohner blieben unverletzt. Bei dem Einsatz zog sich auch ein 19-jähriger Feuerwehrmann eine leichte Rauchvergiftung zu; auch er wurde ins Krankenhaus eingeliefert.

Der nächtliche Großeinsatz, an dem circa 120 Einsatzkräfte der umliegenden Feuerwehren und des Rettungsdienstes sowie ein Notarzt beteiligt waren, war unter den stürmischen Bedingungen besonders heikel. "Durch das starke Gewitter hatten wir, angefacht durch den Wind, einen enormen Funkenflug", berichtet Einsatzleiter Wolfgang Leicht, Kommandant der Beuerberger Feuerwehr. Durch das schnelle Eingreifen und die gute Zusammenarbeit konnten die Feuerwehrleute jedoch ein Übergreifen des Feuers auf umliegende Häuser verhindern und den Brand nach zwei Stunden löschen. Das Löschwasser wurde aus einem nahen gelegenen Weiher zur Einsatzstelle gepumpt. Nach den Löscharbeiten mussten die Überreste des Heulagers wegen Einsturzgefahr abgetragen werden. Die Nachlöscharbeiten und die Kontrolle der Einsatzstelle dauerten auch am Sonntagmorgen noch an. An einem der Nachbarhäuser wurden durch die Hitze einige Fenster beschädigt. Den Gesamtschaden an dem Anwesen eines 35-jährigen Eurasburgers beziffert die Polizei nach ersten Schätzungen auf mehr als 150 000 Euro.

© SZ vom 15.06.2020 / aip
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