Beschluss des Stadtrats Zweiter Stellvertreter

Freiwillige Feuerwehr Wolfratshausen bekommt zusätzliche Chefstelle

Die Freiwillige Feuerwehr Wolfratshausen bekommt einen zweiten stellvertretenden Kommandanten. Einstimmig hat der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, die Stelle zu genehmigen. Beantragt hatte sie der Kommandant der Wolfratshauser Wehr, Andreas Spohn. Er beruft sich auf das bayerische Feuerwehrgesetz, das im Ausnahmefall einen zweiten Stellvertreter zulässt. Bei der Wolfratshauser Feuerwehr steige der zeitliche Aufwand, die Verantwortung werde größer, argumentiert Spohn in seinem Antrag.

Die Führung der Wolfratshauser Feuerwehr mit circa 100 Aktiven, zwölf Fahrzeugen und etlichen Anhängern sei "mit riesigem Zeitaufwand verbunden". Die zusätzliche Stellvertreterstelle erleichtere nicht nur den Arbeitsaufwand, sondern auch die Verantwortungsübernahme. Sollten sowohl Spohn als auch sein Stellvertreter Hans Fagner junior nicht verfügbar sein, könne der zweite Stellvertreter Einsätze rechtssicher abwickeln.

Der Stadtrat stimmte dem Antrag zu, auch weil laut Martin Millian von der Stadtverwaltung zahlreiche andere Feuerwehren vergleichbarer Größenordnung solche Posten haben. Die zusätzliche Aufwandsentschädigung beträgt knapp 490 Euro pro Monat. Bei der Weidacher Feuerwehr gibt es laut Kommandant Robert Buxbaum derzeit keinen Bedarf für einen zweiten Stellvertreter.

Zuvor hatte der Stadtrat ebenfalls einstimmig beschlossen, den im Dezember 2017 durch einen externen Gutachter aufgestellten Feuerwehrbedarfsplan zur Grundlage für Entscheidungen über Aufstellung und Unterhalt der beiden städtischen Feuerwehren zu machen. Laut Beschluss bildet der Plan die Richtlinie für künftige Einsatz-, Fahrzeug- und Standortkonzepte. Seit April 2018 befasst sich eine Lenkungsgruppe mit konkreten Verbesserungen. Der Bedarfsplan legt auch eine Hilfsfrist von zehn Minuten fest, in der die Feuerwehrleute nach Alarm spätestens am Einsatzort sein müssen (bei Ergänzungseinsätzen 15 Minuten). Diese muss bei mindestens 90 Prozent der Einsätze eingehalten werden.